Kirchstraße jetzt Sackgasse

Höherer Schaden durch geplatzte Wasserleitung in Allendorf als angenommen

Größeres Schadensereignis: Wassermeister Udo Mengel (links) und Stadtwerke-Chef Wolfgang Grunewald besichtigten am Donnerstag die Baugrube.
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Größeres Schadensereignis: Wassermeister Udo Mengel (links) und Stadtwerke-Chef Wolfgang Grunewald besichtigten am Donnerstag die Baugrube.

Autofahrer, die von Allendorf nach Sooden wollen, können den westlichen Stadtteil vorerst nur über die große Werrabrücke erreichen, die im Norden der Stadt die Bundesstraße 27, den Fluss und die Bahnlinie überspannt.

Bad Sooden-Allendorf –Grund ist eine geplatzte Wasserleitung im Kreuzungsbereich von Kirchstraße und Bahnhofstraße, wodurch ein deutlich höherer Schaden entstanden ist, als zunächst erhofft. Jetzt ist die Kirchstraße in Allendorf vorerst eine Sackgasse.

Die Sperrung im Bereich der großen Baugrube wird nach Angaben von Stadtwerke-Chef Wolfgang Grunewald voraussichtlich für die Dauer von drei Wochen Bestand haben. Beantragt sei sie zunächst bis zum 24. Oktober, erklärte er am Donnerstag bei einer Ortsbesichtigung in Begleitung von Wassermeister Udo Mengel.

Zunächst war ein Riss in einer der beiden Hauptleitungen nach Sooden vermutet worden. Beim Aufbaggern der Straße stellte sich jedoch heraus, dass die mindestens 50 Jahre alte Leitung aus sogenanntem Grauguss aufgeplatzt und bei einem Leitungsdruck von 7,5 bar handflächengroße Stücke weggesprengt worden waren. Dadurch waren aus der Leitung mit einem Durchmesser von 15 Zentimetern über eine halbe Stunde lang große Wassermassen „im vollen Querschnitt“ ausgetreten, ergänzte Mengel.

Die Sturzflut am Samstagmittag hatte – wie berichtet – in angrenzenden Häusern Keller bis zu einer Höhe von 40 Zentimetern unter Wasser gesetzt und dabei auch eine zentrale Ölheizung in einem der Wohnhäuser beschädigt, die inzwischen wieder repariert ist. Bei den Baggerarbeiten, erläuterte Grunewald, seien weitere Teile der alten Wasserleitung entdeckt worden, die derart angegriffen seien, dass ihnen keine lange Lebensdauer mehr zugetraut werde. Deshalb solle die gesamte Wasserleitung in diesem Bereich auf einer Länge von etwa zwanzig Metern durch Kunststoffrohre ersetzt werden.

Gestern wurde nach Angaben Grunewalds noch an einem Plan gearbeitet, wie der Verkehr umgeleitet werden kann, damit Anwohner des südlichen Teils der Kirchstraße und der Steinstraße ihre Häuser erreichen können. Betroffen sind dort auch eine Physiotherapie-Praxis und die St.-Crucis-Kirche samt Bibelgarten und dem Café Himmelspforte. Die Schadenshöhe, die sich exakt noch nicht voraussagen lasse, werde wohl im höheren fünfstelligen Bereich liegen. (Chris Cortis)

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