Kita-Besuch in Bad Sooden-Allendorf auch in den Ferien möglich

Um die Kitas in der Badestadt ging’s im Stadtparlament: Pierre (6, von links), Lio (3), Diljam (5), Maria (4), Jaron (4), Emilio (3) und Sophie (2) beim Abräumen des Mittagstisches im katholischen Kindergarten St. Bonifatius. Foto: Cortis

Bad Sooden-Allendorf. Eltern, die ihre Kinder in eine der beiden städtischen Kindertagesstätten schicken, können davon auch in den Sommerferien Gebrauch machen, wenn wechselweise die „Werrawichtel" oder „Regenbogen" geschlossen sind.

Der Nachwuchs besucht dann jeweils den geöffneten Kindergarten. Das haben Bad Sooden-Allendorfs Stadtverordnete jetzt einmütig beschlossen.

Für dieses zusätzliche Angebot erhebt die Stadt eine Gebühr von 8,50 Euro pro Tag, mithin denselben Betrag, der jetzt schon für Gastkinder fällig wird, wenn etwa die Mutter in Bad Sooden-Allendorf zur Kur ist. Für diese Gebühr bei einer Ganztagsbetreuung von zehn Stunden sei der jetzige Kita-Beitrag von monatlich 170 Euro zugrunde gelegt worden, sprach Bürgermeister Frank Hix angesichts der „hohen Qualität der Betreuung“ von einem angemessenen Preis. „Nachvollziehbar“, assistierte denn auch Lars Stöber (SPD) als Vorsitzender des Jugend- und Sportausschusses.

Die neue Regelung gilt entsprechend dem Beschluss des Parlaments nach schriftlicher Voranmeldung für Eltern, die eine Bescheinigung des Arbeitgebers vorzulegen haben. Ausgenommen von dieser Regelung sind nach Angaben Stöbers schwer behinderte Kinder sowie Mädchen und Jungen im Alter von unter drei Jahren.

Für den evangelischen Kindergarten St. Crucis billigten die Stadtverordneten ebenfalls einstimmig eine Ausdehnung der Öffnungszeit von 16.30 auf 17 Uhr, womit jetzt alle vier konfessionellen und kommunalen Kitas dieselben Öffnungszeiten haben.

Ohne Diskussion beschlossen wurde ferner eine um 10 auf 90 Prozent erhöhte Beteiligung der Stadt am Defizit der Krippengruppe im katholischen Kindergarten St. Bonifatius sowie am Defizit des evangelischen Kindergartens. Dies geschah vor dem Hintergrund, dass nach dem neuen Kinderförderungsgesetz das Land nicht mehr die freien Träger, in diesem Fall die beiden Kirchen, sondern direkt die Kommune entlastet. Mithin gehe es nur um eine Verschiebung der Landesmittel, so Bürgermeister Hix. Insgesamt führen höhere Defizitbeteiligung und erweiterte Öffnungszeit zu Mehrkosten von 46 000 Euro. (zcc)

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