Neues Sprachrohr für die Jugend

Lukas Lewetz leitet den Jugendrat Bad Sooden-Allendorf

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Wollen das Jugendzentrum in Bad Sooden-Allendorf wieder in Schuss bringen: Sina Werner, Sonja Ording, Hoang-Nhung Pham, Anton Brücher (von links unten) und Awo-Jugendpfleger Bernd Bürger, Jannik Füllgraf, Lukas Lewetz sowie Schulsozialarbeiter Daniel Schindewolf (von hinten links). 

Bad Sooden-Allendorf. „Es braucht immer einen Kopf, der für eine gewisse Professionalität sorgt“, sagt Daniel Schindewolf, Schulsozialarbeiter in Bad Sooden-Allendorf. So einer muss dann wohl Lukas Lewetz sein – denn er ist der Vorsitzende im frisch gewählten Jugendrat der Stadt.

Und tatsächlich: Der erst 16-jährige Schüler und sein Team kümmern sich fast schon wie Profis um die Belange der jungen Menschen.

Doch von Anfang an: Seit kurzem ist der Jugendrat das Sprachrohr der 12- bis 19-Jährigen in der Badestadt. Die neunköpfige Gruppe vertritt die Interessen der Jugendlichen und will sich für verschiedene Projekte starkmachen. Dafür treffen sie sich mindestens einmal im Monat im Jugendzentrum in Bad Sooden-Allendorf.

Lukas Lewetz war von der Idee, einen Jugendrat ins Leben zu rufen bis hin zur Umsetzung mit dabei. Er gehört zu den Gründungsmitgliedern. Politisch interessiert war der Zehntklässler schon immer: „Ich setze mich gerne für andere Menschen ein. Außerdem habe ich großen Spaß an Politik.“ Schnell war also klar, dass er auch beim Jugendrat eine leitende Funktion einnehmen würde.

Die nötige Durchsetzungsfähigkeit für dieses Amt hat Lewetz sich mittlerweile angeeignet. Denn es sei nicht immer leicht, Vorschläge bei den meist deutlich älteren Politikern durchzubringen. „Ich musste schon erstmal reinkommen und lernen, wie man gut argumentiert. Mittlerweile wird unsere Gruppe aber voll und ganz respektiert. Der Bürgermeister steht hinter uns“, sagt der 16-Jährige.

Ein Projekt, das dem Jugendrat derzeit besonders am Herzen liegt, ist die Renovierung des Jugendzentrums. Denn aktuell sei dies kein Ort, wo Jugendliche oft und gerne zusammenkommen. Die Fenster sind nicht wirklich dicht, gestrichen werden müsste auch mal wieder. Doch immerhin: die Gruppe rund um Lewetz entrümpelt momentan das Haus und geht Handwerksarbeiten nach. Einen Container, der jetzt schon gut gefüllt ist, hat die Stadt dafür zur Verfügung gestellt. „Wir möchten wieder einen Treffpunkt für junge Leute schaffen und Veranstaltungen organisieren“, berichtet der Schüler.

Wie Lewetz sein Engagement im Jugendrat neben den Hobbys und der Schule unter einen Hut bekommt? „Viel Freizeit bleibt dadurch nicht. Aber insgesamt läuft alles gut, weil wir eine eingeschweißte Gruppe sind und jeder seine Fähigkeiten einbringt“.

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