Medienprojekt im St.-Crucis-Kindergarten: Füchse spielen  Theaterstück

Geschichte mit Happy End: Quentin als Fuchs (zweiter von links) sowie die Feen Larissa (Dritte von links), Amelie und Anny halfen Clemens (links), den vom Kobold Anua (vierter von links) gestohlenen Ball wieder zu finden. Foto: Neugebauer

Bad Sooden-Allendorf. Mit Mama und Papa kneten, mit ihnen Lego bauen, zusammen ins Schwimmbad gehen oder eine Höhle bauen - das stand auf den Wunschherzchen der Füchse-Kinder des evangelischen Kindergartens Sankt Crucis, die sie ihren Eltern zum Abschluss des Medienprojektes „Ene, mene, Medien“ überreichten.

In einem von der Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien Hessen (LPR) und dem Kindergartenteam veranstalteten Medienprojektwoche durften die Kinder nicht nur ihre Wünsche äußern, sondern ihr eigenes Drehbuch schreiben. Bei Entspannungsmusik suchte sich jedes der zwölf Kinder zunächst eine Rolle aus. War die gefunden, wurde eine Geschichte drum herum gebastelt. „Voraussetzung war, dass es zu einem Konflikt kommt, der zum Schluss aber gut ausgeht“, erklärte Medienpädagogin Eva Fahrenhold den Eltern, die sich am Donnerstag die beiden von ihren Kindern inszenierten Theaterstücke anschauen und fleißig fotografieren durften.

So sahen die Eltern viel Kreativpotenzial und schauspielerisches Talent ihrer Kinder, die bei der Vorführung viel Spaß hatten. Entsprechend lautete auch die Botschaft an die Eltern: „Fördern Sie ihre Kinder aktiv, und lassen Sie ihre Liebsten in diesem Alter nicht so viel fernsehen“, sagte Fahrtenhold.

Dass dieses funktionieren kann, bewiesen die Kinder während der Projektwoche, in der sie zwei Tage kein Fernsehen schauen sollten. „Mehr als die Hälfte hat dies auch durchgehalten“, schilderte Kindergartenleiterin Rita Rudeloff. Sie hatte das Projekt initiiert, da der Fernsehkonsum der Kinder ständig wächst und einige bereits vor dem Kindergartenbesuch Kinderfilme schauten. „Meine Tochter war ohne Fernsehen in dieser Woche wesentlich entspannter, aufnahmefähiger und ausgeglichener“, sagte Katja Hennemuth.

Die beiden Theaterstücke von einem verzweifelten Zebra, das erst durch eine Fee neue Freunde gefunden hat, und eines fußballverliebten Jungen, der einiges durchmachen musste, bis er durch Zaubermuschel und Zauberfeen wieder seinen geliebten Ball in die Arme schließen konnte, wurden aufgenommen.

Mit Trickeffekten und Fotografien der Eltern soll so ein Fotofilmprojekt entstehen, das sich Eltern und Kinder nach Bearbeitung im Frühjahr zusammen anschauen wollen. „Dort soll auch ein wissenschaftlich fundierter Film der hessischen Gesellschaft für Medienpädagogik gezeigt werden, wie Bildschirmmedien unsere Kinder beeinflussen. In diesem Zusammenhang wollen wir das Thema nochmals aufgreifen“, sagte Rudeloff.

Da die Kinder während der Projektwoche auch einiges über die Filmherstellung gelernt hatten und sie beim Theaterstück hervorragend mitgearbeitet hatten, wurde ihnen zum Schluss noch der Kameraführerschein überreicht. (znb)

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