Schmaus für die Ohren

Musical-Konzert von Jan Ammann in Bad Sooden-Allendorf

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Jan Ammann und Michaela Schober beim Duett.

Bad Sooden-Allendorf – Zu Ostern wird geschmaust, das gehört für viele einfach während der Feiertage dazu. Am Ostersonntag wurden ganz besondere Leckerbissen serviert – nicht für den Magen, sondern für die Ohren.

Musicalstar Jan Ammann gastierte mit seinem neuesten Programm „ A Musical Love Story“ im Kultur- und Kongresszentrum Bad Sooden-Allendorf.

„Ich habe etwas Besonderes mitgebracht – ganz viel Liebe“, verkündete Ammann zu Anfang seines Konzerts und sollte dieses Versprechen über knapp zweieinhalb Stunden halten. Gemeinsam mit seinen Gästen Lisa Habermann und Michaela Schober bot er einen Streifzug der Extraklasse durch die Welt der Musicals.

Klar, dass bei dem Thema „Liebe“ die Balladen ganz vorne stehen. Wobei die Auswahl der Stücke sich erfrischend von den üblichen Musical-Touren abhob. Neben einigen wenigen Klassikern und Publikums-Rennern wie „Tanz der Vampire“ und „West Side Story“ setzte das Trio vor allem auf neue oder weniger bekannte aber dafür um so schönere Stücke, zum Beispiel aus Frank Wildhorns „Dracula“, „Die Päpstin“ oder „Ghost“.

Neben diversen Soli durften die Damen sich darin abwechseln, die Duette mit Ammann zu bestreiten. Der war klar Star des Abends, ließ Schober und Habermann aber reichlich Raum, ihre schönen Stimmen und ihr darstellerisches Talent zu präsentieren. Bei jedem Stück war zu spüren: Hier stehen Vollprofis auf der Bühne. Nur eine etwas andere Körperhaltung, eine kleine Geste oder Mimik reichten aus, und sie waren voll in ihren Rollen. Requisiten brauchten sie da nicht.

Begleitet wurden die Sänger durch Marina Komissartchik am Flügel, die durch ihr Spiel nahezu ein ganzes Orchester ersetzte. Einziger Wermutstropfen: Der dritte Gast, Jan Rekeszus, war erkrankt. So musste das Publikum auf ein Duett aus dem Musical „Ludwig 2“ verzichten, dessen Hauptrolle Ammann geprägt hat. Mehr als entschädigt wurden die Zuhörer dafür jedoch mit einer speziellen Version von „Liebe stirbt nie“. Das Titellied aus dem „Phantom der Oper“-Nachfolger wird eigentlich durch die Sopranistin Christine gesungen. Am Sonntag gab Ammann eine Bariton-Version zum Besten, die lange in Erinnerung bleiben wird.

Stehenden Applaus gab es am Ende vom Publikum, das die letzte Nummer des Trios, „True Love“ aus „Die oberen Zehntausend“, mitsingen durfte. Schade eigentlich nur, dass noch ein paar wenige Plätze frei blieben. Die Musiker und die Veranstalter hätten für solch einen hochkarätigen Abend ein ausverkauftes Haus verdient gehabt.

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