Nach drittem tödlichen Unfall auf B27 Ruf nach Konsequenzen

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Immer an derselben Stelle: Auch der dritten Unfall mit einem Fußgänger auf der B 27 zwischen der Dammhaus-Bar und der Shell-Tankstelle – hier am vergangenen Montagmorgen – endete tödlich.

Bad Sooden-Allendorf. Seit am Montagmorgen erneut ein Mensch bei einem Unfall auf der B27 bei Bad Sooden-Allendorf starb, wird in der Stadt der Ruf nach mehr Sicherheit laut.

Der tragische Unfall am Montagmorgen zwischen der Shell-Tankstelle und dem gastronomischen Betrieb „Dammhaus“ im Süden von Sooden, bei dem ein 48-jähriger Fußgänger ums Leben kam, hat die Diskussion um mehr Sicherheit für diesen Kreuzungsbereich wieder aufleben lassen.

Der bis dahin letzte Unfall dort mit einem zu Tode gekommenen Fußgänger, ist bald zweieinhalb Jahre her. Auch dieses Unfallopfer wurde von einem Auto erfasst. In der Reaktion darauf hatte die Bad Sooden-Allendorfer Stadtverordnetenversammlung im Juli 2013 einstimmig die Forderung an die Straßenverkehrsbehörde des Werra-Meißner-Kreises erhoben, das zwischen der B-27-Brücke und dem Abzweig Hilberlachestraße geltende Tempolimit von 70 Stundenkilometer nach Süden bis zur Bahnunterführung am Lückertshof zu verlängern.

Bislang habe sich nichts geregt, beklagt Bürgermeister Frank Hix: „Das wiederum regt uns bei der Stadt auf.“ Nun habe sich auf traurige Art und Weise bewiesen, dass es sich um eine „besondere Gefahrenstelle“ handele. Der Magistrat erwarte dringend, dass etwas getan werde. Hix kündigte an, dass auch das Stadtparlament erneut mit dem Problem befasst werde. Vielleicht, so Hix, müsse man auch über eine bessere Ausleuchtung des Bereichs nachdenken.

Dass dort „etwas geschehen muss“, ist auch Ansicht von Georg Morgenthal - auch wenn er die Schuld für den Unfall bei dem Fußgänger sieht. Es wäre sinnvoll, die Höchstgeschwindigkeit dort herabzusetzen, findet der langjährige Vorsitzende der Kreisverkehrswacht. Er kann sich vorstellen, dass die Kreuzung samt dem 300 Meter langen Abschnitt parallel zum Gewerbegebiet Sooden-Süd in die Tempo-70-Zone ab dem Einkaufszentrum Rewe/Obi einbezogen wird.

Wie nach anderen Unfällen mit tödlichem Ausgang habe die Unfallkommission des Kreises auch die beiden Unfälle zwischen Dammhaus und Tankstelle überprüft und beurteilt, sagt Kreissprecher Jörg Klinge. Dabei sei es auch um die Frage einer Geschwindigkeitsbeschränkung gegangen. Doch da in diesen beiden Fällen Lastwagen beteiligt gewesen seien, so Klinge, die sowieso maximal 60 km/h fahren dürften, sei ein Tempolimit auf 80 oder 70 als nicht geeignet angesehen worden, um derartige Unfälle künftig zu verhindern. Außerdem liege dort der Statistik der Polizei zufolge kein Unfallschwerpunkt vor, sagt Klinge. Nach dem jüngsten Unfall werde die Kommision die Frage erneut diskutieren und überlegen, ob womöglich eine Überquerungshilfe oder eine Beleuchtung des Bereiches sinnvoll ist.

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Tödlicher Unfall auf der B 27 bei Bad Sooden-Allendorf

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