Nach 34 Jahren ist Schluss

BSA-Handballerin Sonja Werner beendet Laufbahn in der Eilse-Halle mit drei Toren  

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Rührender Abschied: Rote Rosen bekam Sonja Werner von ihren Mannschaftskameradinnen der TSG Bad Sooden-Allendorf und ehemaligen Weggefährtinnen überreicht.

Bad Sooden-Allendorf. 25 Jahre war sie aus der Frauen-Handballmannschaft der TSG Bad Sooden-Allendorf nicht wegzudenken. Schon mehrmals hatte sie mit dem Gedanken gespielt, ihre Karriere zu beenden.

Jetzt ist für Sonja Werner endgültig Schluss. Am Samstag bestritt die 42-Jährige ihr letztes Spiel und verabschiedete sich beim knappen 22:25 gegen Vizemeister Ost-Mosheim mit drei Treffern von ihren zahlreichen Fans.

Es war schon ziemlich rührend, womit die Handballabteilung der TSG Sonja Werner, die von allen nur liebevoll Elpi genannt wird, vor dem Spiel überraschte. Mehr als 30 ehemalige Weggefährtinnen und aktuelle Spielerinnen waren zusammengekommen, überreichten ihr jeweils eine Rose und trugen T-Shirts mit der Aufschrift: „Die 10 will gehen, das müssen wir verstehen. Doch die Elpi bleibt für alle Zeit ein Teil der Holzhacker“. Da konnte sich die 42-Jährige das eine oder andere Tränchen nicht unterdrücken.

„Ich höre mit einem guten Gefühl auf“, sagt die 42-Jährige. In den 34 Jahren, in denen sie Handball gespielt habe (begonnen hatte sie schon mit acht Jahren in der E-Jugend), sei sie von schweren Verletzungen verschont geblieben. „Natürlich habe ich hin und wieder blaue Flecken und auch einmal einen Bänderriss gehabt, aber insgesamt geht es mir körperlich immer noch sehr gut“, so Werner. Warum sie ihre Handballschuhe an den Nagel hängt, habe ganz andere Gründe. „Wir hatten schon diese Saison einen Kader von 16 Spielerinnen und bekommen in der kommenden Spielzeit noch einmal vier dazu, die aus der A-Jugend in den Frauenbereich wechseln“, sagt sie. „Und weil ich ganz einfach finde, dass die jungen Mädchen spielen müssen, mache ich meinen Platz frei.“

Was ihre lange Karriere angeht, hat Sonja Werner zahlreiche Höhepunkte, aber auch Tiefschläge erlebt. „Das Schönste war sicher unser Aufstieg in die Bezirksoberliga vor zwei Jahren“, sagt sie. Eigentlich hatte sie damals schon aufhören wollen, doch der Aufstieg ließ sie ihre Meinung ändern. Zu den negativen Höhepunkten zählt Werner die Auflösung der TSG-Frauenmannschaft 1999 nach dem Abstieg aus der Oberliga. „Das war damals ganz schlimm für mich“, sagt sie. Auch wenn Sonja Werner auf dem Spielfeld nicht mehr zu sehen sein wird, so bleibt sie dem Handball und der TSG doch erhalten. Zum einen als Trainerin der A-Juniorinnen, zum anderen aber auch im Vereinsvorstand, wo sie den Posten der Jugendwartin bekleidet.

„Und dann werde ich unseren Trainer Wolfgang Schneider auch weiterhin unterstützen wo ich nur kann und der Frauenmannschaft sicher auch hin und wieder als Betreuerin zur Verfügung stehen.“ (per)

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