Nach Umbau des Kindergartens St. Crucis: Platz für zwölf Kinder unter drei Jahren

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Der Mittagsschlaf ist fester Bestandteil des Tages: Der neue Schlafraum bietet Platz für zwölf Kinder der Kita St. Crucis – damit auch die Jüngsten unter ihnen ausgeruht weiterspielen können.

Bad Sooden-Allendorf. Seit dem 1. Januar 2015 hat Bad Sooden-Allendorf eine weitere Krippe für Kinder unter drei Jahren. Eine zukunftsweisende Investition, findet dessen Leiterin Rita Rudeloff.

Die Einrichtung der Krippe ist Teil der Rundum-Erneuerung des evangelischen Kindergartens St. Crucis am Kirchplatz 3. Für 150.000 Euro wurde dieser detailreich ungebaut - von der Kloschüssel bis hin zur Brandschutztür passte man die Einrichtung an die Bedürfnisse der Kinderbetreuung an. 80 Prozent zahlte die Stadt, den Rest steuerten Kirchenkreis, Landeskirche und Land Hessen bei.

Rita Rudeloff, die die Einrichtung seit 1977 leitet, ist zufrieden mit dem Ergebnis: „Wir stellen uns seit vielen Jahren den Veränderungen der Zeit und fahren sehr gut damit.“ Den Umbau der Kita machten vor allem gesellschaftliche Bedürfnisse notwendig.

Rudeloff nennt die Tatsache, dass heute wesentlich mehr Bedarf an Betreuung für Kinder unter drei Jahren besteht, als noch vor etwa zehn Jahren. So würden Kindergartenkinder immer jünger - 2015 kommen gerade einmal drei Kinder im klassischen Kindergartenalter hinzu, der Rest sei unter drei Jahren alt. Das erfordere personelle wie auch logistische Umstrukturierung. „Kleinkinder haben einen anderen Rhythmus und andere Bedürfnisse“, sagt Rudeloff.

So werde der Personalschlüssel nach den Vorschriften des hessischen Kinderförderungsgesetzes regelmäßig neu berechnet, damit genügend Betreuer für die Kinder aller Altersgruppen da sind.

Auch verfügt der Kindergarten seit Januar über Vorrichtungen speziell für Kleinkinder: Ein neuer Schlafbereich mit zwölf, teils ausziehbaren, Betten bietet Platz für Ruhestunden, ein zusätzliches Bad mit Badewanne, Minitoilette und Waschbecken sowie Wickeltisch passt sich der Kleinkindgröße an.

Manche Neuerungen sieht man erst auf den zweiten Blick: Die Brandschutzanlage wurde überholt, die Türen mit Klemmschutz versehen, einige Türen kamen hinzu oder wurden verbaut. „Um in den Raum mit Bastelmaterial zu kommen, muss man jetzt zum Beispiel nicht mehr durch den Raum der Schmetterlingsgruppe laufen“, sagt Pfarrer Thomas Schanze. Für die bauliche Umgestaltung habe man den ortsansässigen Architekten Alois Werner hinzugezogen.

„Alle Veränderungen sind zukunftsweisend“, sagt Pfarrer Schanze. Rudeloff ergänzt: „Ich hätte nie gedacht, dass die Zahl der zu betreuenden U3-Kinder so stark zunehmen würde. Doch wenn es in Zukunft noch mehr werden, dann sind wir gewappnet.“ Dem stimmt auch Bürgermeister Frank Hix zu. „Es ist doch schön, wenn die Geburtenrate in der Stadt zunimmt.“

Hintergrund

Der evangelische Kindergarten St. Crucis ist einer von vier in Bad Sooden-Allendorf. Es gibt zwei Gruppen für Kinder von drei bis sechs Jahren mit jeweils bis zu 23 Kindern. Dort sind außerdem drei Integrationskinder untergebracht, also solche mit Entwicklungsauffälligkeiten. Seit 1. Januar 2015 bietet eine dritte Gruppe Platz für bis zu 12 Kinder ab einem Jahr. Werktags werden die Kinder von sieben bis 17 Uhr betreut. Mit der Schaffung der Krippengruppe verfügt die Stadt nun über drei Einrichtungen für Kinder unter drei Jahren.

Von Anna Lischper

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