Neue Bleibe und neue Ziele für Ehrenamtliche

Sozialkreis Bad Sooden-Allendorf zieht in das evangelische Gemeindehaus am Kirchplatz

Freuen sich auf ihr neues Domizil: die Vorstandsmitglieder des Sozialkreises (von links) Silvia Börner, Pfarrer Hubertus Spill und Helga Finger.
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Freuen sich auf ihr neues Domizil: die Vorstandsmitglieder des Sozialkreises (von links) Silvia Börner, Pfarrer Hubertus Spill und Helga Finger.

Noch ist es eine große Baustelle: Der Sozialkreis Bad Sooden-Allendorf erhält am Kirchplatz neue Räume, die die Kirchengemeinde St. Crucis zur Verfügung stellt.

Bad Sooden-Allendorf - Einen perfekten Start ins neue Jahr hat der örtliche Sozialkreis hingelegt, der sich seit nunmehr schon 35 Jahren ehrenamtlich um bedürftige Menschen in Bad Sooden-Allendorf kümmert und auf vielfältige Weise Hilfe leistet, wo Hilfe nötig ist. Mit seiner neuen Bleibe im evangelischen Gemeindehaus am Kirchplatz in Allendorf wendet sich der Sozialkreis auch neuen Zielen zu, erläuterten namens des Vorstands Helga Finger, Silvia Börner und Pfarrer Hubertus Spill.

Noch ist das neue Domizil eine große Baustelle, was sich aber schon bald ändern soll. In dem Gebäude hat die Kirchengemeinde St. Crucis, die selbst auch Nutzer sein wird, dem Verein eine zuvor vermietete Wohnung für zunächst 15 Jahre kostenfrei zur Verfügung gestellt.

Auf 80 Quadratmetern entstehen zwei Büros und ein großer Besprechungsraum, ferner eine Küche und sanitäre Einrichtungen.

Die mittlerweile in Eigenleistung entkernten Räume sind viermal so groß wie das Büro, das seit zwei Jahren und derzeit noch im Keller des Hauses genutzt wird. Der Zutritt, für den eine Wand durchbrochen werden muss, erfolgt über den Haupteingang zum Gemeindehaus. Eine Rampe, welche die vier Stufen überwindet, sorgt für einen barrierefreien Zugang. Ebenfalls behindertengerecht wird auch die angrenzende Toilette sein.

Um- und Ausbau sind mit 140 000 Euro veranschlagt. Finanziert wird das Projekt mit 75 000 Euro aus Mitteln der Europäischen Union. Die Kirchengemeinde steuert aus Rücklagen 45 000 Euro bei. Kirchenkreis und Landeskirche beteiligen sich mit 13 500 und 6 600 Euro. Noch im Laufe des Jahres soll das „Soziale Zentrum“ der Stadt eröffnet werden.

Zugleich strebt der 200 Mitglieder starke Verein eine Ausweitung seines Angebots an. Großes Ziel, so Vorsitzende Helga Finger, sei zunächst eine kontinuierliche Lebensmittelausgabe für Bedürftige nach dem Beispiel der Tafeln, wie man sie schon von Witzenhausen und Eschwege kennt.

Mit diesem Thema, ergänzte Pfarrer Spill, beschäftige sich der Sozialkreis schon seit langer Zeit. Inzwischen hätten „mit positiver Resonanz“ bereits Vorgespräche stattgefunden mit Verantwortlichen der Tafel Hessen und des Diakonischen Werks des Landesverbandes. Es gebe einen immer stärker werdenden Bedarf dafür, was aber, so Finger, „von der Politik weder beachtet noch bedacht wird“.

Überhaupt sei im sozialen Bereich die Zusammenarbeit mit der Stadt „immer noch und leider verstärkt eine Baustelle“, merkte die Vorsitzende kritisch an. Selbst ein Gespräch mit Vertretern der Kommune habe daran nichts geändert, bedauerte die Vorsitzende.

Ungeachtet dessen werde der Sozialkreis als Mitglied im „Lokalen Bündnis für Familie“ die vom Krisenmanagement der Stadt ins Leben gerufene Aktion „Gemeinsam gegen Not“ weiterhin unterstützen und wie schon im Vorjahr, so auch in diesem Jahr 20 000 Euro zur Verfügung stellen, um Corona-Geschädigten Bürgern Lebensmittelgutscheine zukommen zu lassen.

Kontakt

Ansprechpartner in allen sozialen Fragen ist Silvia Groß (Tel. 0163 3 37 59 51);

E-Mail: forsthaus-steinhaus@gmx.de

Spendenkonto: DE87 5226 0385 0008 6149 20

(Chris Cortis)

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