Gotteshaus in Allendorf wird wetterfest

Neues Dach für die St.-Crucis-Kirche kostet 580.000 Euro

Sie haben’s in der Hand: Allendorfs Pfarrer Thomas Schanze (links) und Hubertus Spill zeigen die Ziegel für das neue Dach der St.-Crucis-Kirche.
+
Sie haben’s in der Hand: Allendorfs Pfarrer Thomas Schanze (links) und Hubertus Spill zeigen die Ziegel für das neue Dach der St.-Crucis-Kirche.

Die St.-Crucis-Kirche, höchstes Bauwerk der Stadt und Wahrzeichen von Bad Sooden-Allendorf, erhält ein neues Dach und wird nach einem Vorlauf von 15 Jahren endlich wetterfest gemacht.

Bad Sooden-Allendorf – Die Arbeiten am Dach der St.-Crucis-Kirche stünden unmittelbar bevor, kündigten die Pfarrer Hubertus Spill und Thomas Schanze jetzt an. Dringend nötig geworden seien sie wegen zum Teil brüchiger Ziegel und durchgerosteter Verklammerungen, teilten die Geistlichen unter Berufung auf den Architekten, Diplom-Ingenieur Aloys Werner, mit.

Zwar habe die Kirche kleinere und größere Stürme überlebt, aber nicht immer ohne Schaden, erinnerten sie daran, dass vor Jahren die Kanzel unter Wasser gestanden und die Restaurierung stattliche 20.000 Euro verschlungen habe.

In einer Firsthöhe von 24 Metern über dem Kirchenschiff wird das komplette Dach auf einer Fläche von 1350 Quadratmetern neu eingedeckt. In Absprache mit der Denkmalpflege wurde dafür ein matter, anthrazitfarbener Ziegel ausgewählt. Um doppelt sicher zu gehen, gibt es als Novum zusätzlich ein Unterdach aus Holz mit einer speziellen Abdichtung.

Die Gesamtkosten des Projektes belaufen sich auf 580.000 Euro, finanziert zum größten Teil von der Landeskirche Kurhessen-Waldeck. Mit im Boot sitzen auch der Kirchenkreis und mit Eigenleistung die Kirchengemeinde St. Crucis.

Allein die Dacheindeckung schlägt mit 337.000 Euro zu Buche. Größere Einzelposten sind ferner der Gerüstbau (55.000 Euro) und die Planungskosten in Höhe von mehr als 40.000 Euro.  (zcc)

Zu erwartende Einschränkungen

Die Bauzeit ist auf zweieinhalb Monate angesetzt. Die Kirche bleibt in dieser Zeit offen und ist über einen barrierefreien Zugang durch die Taufkapelle erreichbar. Die Gottesdienste sollen aber soweit wie möglich unter freiem Himmel als Klappstuhlgottesdienste stattfinden.

Die Arbeiten werden verschiedene Einschränkungen zur Folge haben: Weil der Kirchplatz gesperrt sein wird, kann er auch nicht von Eltern angefahren werden, die ihren Nachwuchs zum Kindergarten bringen wollen. Stattdessen soll kurzzeitiges Parken an der Steinstraße erlaubt sein. Gesperrt sein wird auch der Zugang zum Friedhof. Gleichzeitig zieht das Kirchencafé „Himmelspforte“ auf die Westseite unterhalb des Turms. Von dort ist auch der Bibelgarten zu erreichen. zcc

Sie wollen mehr aus der Region erfahren? Dann testen Sie das ePaper der HNA zwei Wochen gratis. Sie sind eher an Neuigkeiten aus dem Raum Eschwege interessiert? Dann können Sie das ePaper-Angebot der Werra-Rundschau ebenfalls kostenlos testen. 

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.