Verwaltungsrat wählt Dreier-Gremium

Notvorstand für Kur und Tourismus in Bad Sooden-Allendorf

Die Kurverwaltung von Bad Sooden-Allendorf.
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Wird derzeit von einem Notvorstand kommissarisch geleitet: Die Kurverwaltung von Bad Sooden-Allendorf.

Die Anstalt öffentlichen Rechts (AöR) für die Verwaltung von Werrataltherme, städtischem Freibad, Tourismus und Stadtmarketing in Bad Sooden-Allendorf hat seit Freitag einen Notvorstand.

Bad Sooden-Allendorf – Der Notvorstand soll die Geschäfte regeln, bis die Nachfolge für Kurdirektorin Annette Klingebiel geklärt ist. Sie hatte nach nur siebenmonatiger Amtszeit ihren Hut genommen.

Nach einigem Hin und Her einigte sich unter dem Vorsitz von Bürgermeister Frank Hix der neue Verwaltungsrat der AöR auf ein Dreiergremium, das vorübergehend die Geschäftsführung übernimmt und so den Rathauschef entlastet. Er war eingesprungen, nachdem im alten Verwaltungsrat der Versuch zur Installation eines Notvorstandes gescheitert war. Im Kur- und Kongresszentrum fiel unter den Augen zahlreicher Zuhörer die Wahl für Patrick Gerlach sowie Edith und Lutz Müller einstimmig aus.

Zwar soll der Aufgabenbereich für das Trio konkret noch festgelegt werden. Allerdings kann man davon ausgehen, dass Gerlach als Betriebsleiter der Werrataltherme sowohl für dieses als auch das Freibad zuständig sein wird, während das Ehepaar Müller – beides frühere Mitarbeiter im Rathaus – Stadtmarketing und Tourismus ankurbeln soll. Während Gerlach auf Vorschlag von Hix ins Amt gehoben wurde, hatten sich die Verwaltungsratsmitglieder der Koalition (SPD, Grüne und FWG) erfolgreich für die Müllers eingesetzt.

Vor dem Zustandekommen dieses Kompromisses – zwischenzeitlich war auch eine Doppelspitze im Gespräch – waren aus den mit 3:3 gleich starken Lagern von CDU und Koalition im Verwaltungsrat der AöR an der jeweiligen Qualifikation der Kandidaten auf dieser und jener Seite Zweifel laut geworden.

In der konstituierenden Sitzung des Verwaltungsrates spiegelte sich diese Patt-Situation auch in der Wahl der stellvertretenden Vorsitzenden dieses Gremiums wider, dem Hix kraft Amtes vorsteht. Bei Stimmengleichheit entschied das Los für Lars Stöber (Koalition) als 1. Stellvertreter. Dr. Peter Speckamp (CDU) wurde zum 2. Stellvertreter gewählt.

Auf Beschluss des Verwaltungsrates wird die Stelle für die Nachfolge der Kurdirektorin ausgeschrieben, was laut Hix kurzfristig geschehen soll. Noch offen ist, ob – und gegebenenfalls wie – die Arbeit des Notvorstandes vergütet wird. Wenn das Trio ernsthaft zu Werke gehe, „dann“, so Hix, „haben die eine 40-Stunden-Woche vor sich“. (zcc)

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