Hühnerfarm für Bio-Eier soll noch vor Weihnachten in Betrieb gehen

Oberhalb von Bad Sooden-Allendorf wird Stall für 12 000 Legehennen gebaut

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Hühnerfarm für Bio-Eier: Den Stall lässt Landwirt Lukas Berwinkel-Kottmann auf der Struth oberhalb von Allendorf errichten. Für den Schutz der Hennen vor Greifvögeln auf der Freifläche rundherum sollen Pappel-Reihen sorgen, die bereits angelegt sind.

Auf der Höhe über Allendorf entsteht ein landwirtschaftlicher Betrieb besonderer Dimension: Direkt neben einem Bauernhof auf der Struth sollen bald 12.000 Legehennen Eier legen.

Noch steht der Stall mit einer Grundfläche von 2400 Quadratmetern nicht, doch das Plateau dafür ist bereits angelegt. Außerdem wachsen bereits in strahlenförmig vom Zentrum wegführenden Streifen Tausende kleiner Pappeln in mehreren Reihen.

Das gehört zum Konzept von Lukas Berwinkel-Kottmann (27) und Dr. Friederike Plumeyer (37), die für das Projekt ein Unternehmen mit dem Namen My BioFarm gegründet haben. Denn die Riesenschar von Hennen soll sich im Freien aufhalten können, die Baumreihen sollen dem Federvieh Schutz vor Greifvögeln bieten. Der weite Auslauf, der nur noch umzäunt werden soll, umfasst eine Fläche von fast neun Fußballfeldern.

Planer legen Wert auf Nachhaltigkeit und Tierwohl

Die beiden Landwirte – sie ist Ökoreferentin beim Landvolk in Hannover, er schreibt nach dem Studium der Agrarwissenschaften in Göttingen gerade seine Masterarbeit – legen großen Wert auf Nachhaltigkeit und Tierwohl, wie Berwinkel-Kottmann sagt. 

Bei der Zertifizierung ihres Betriebes beziehungsweise der Hühnereier wollen sie weit über die Vorgaben der EU-Ökoverordnung gehen und strengere Kriterien erfüllen. So stehe den 12.000 Hennen beispielsweise eine Art Wintergarten rund um den Stall zur Verfügung, der um ein Drittel größer sei als gefordert. Und an heißen Tagen soll eine Wassersprühanlage für Abkühlung der Vögel sorgen.

Das Getreide für die Hühner wird von zwei Landwirten aus der Region geliefert, die dafür den Hühnermist zum Düngen erhalten, spricht Berwinkel-Kottmann von einer Futter-Mist-Kooperation, die dem Kreislaufgedanken entgegenkomme.

Fundamente werden in der kommenden Woche gelegt

Nachdem das Areal ausgeschachtet und aufgefüllt wurde und nun eben ist, soll in der nächsten Woche mit den Fundamenten für den Stall und eine Nebenhalle für den Hühnermist begonnen werden, damit noch Ende November die Einstallung der Legehennen starten kann.

Negative Beeinträchtigungen durch diese Massentierhaltung befürchtet der Magistrat der Badestadt nicht. „Wir sehen es eher als Bereicherung“, sagt Bürgermeister Frank Hix nach einem Ortstermin auf Anfrage.

Laut Berwinkel-Kottmann sollen ein Vollzeitarbeitsplatz geschaffen und zwei 450-Euro-Kräfte für das Verpacken eingestellt werden.

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