Ortsbegehung

Orferode beim Bundeswettbewerb "Unser Dorf"

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Ein Meer blühender Rosen: Die Bewertungskommission mit Tross auf dem Weg durch Orferode; vorn: der stellvertretende Ortsvorsteher Dr. Manfred Gabrys.  

Orferode – Dabei sein ist alles. Nach diesem olympischen Motto hat Orferode schon jetzt gewonnen.

Denn der Stadtteil von Bad Sooden-Allendorf gehört zu jenen nur 30 Kommunen in ganz Deutschland, die sich für das Bundesfinale im Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ qualifizieren konnten, und jetzt sogar ein bisschen nach der höchsten Auszeichnung schielen darf.

Am Freitag war für mehr als drei Stunden die vielköpfige Jury zu Gast, um sich ein Bild von dem idyllischen Ort zu machen und vor allem auch den 283 Einwohnern in puncto Gemeinschaftsgeist auf den Zahn zu fühlen. Schon am nächsten Donnerstag wird feststehen, ob in Orferode eine Gold-, Silber- oder Bronzemedaille den Ehrenplatz erhalten wird. Denn Edelmetall gibt es für alle teilnehmenden Dörfer.

Fast schien es so, als sei der ganze Ort auf den Beinen, als am Spätnachmittag die Bewertungskommission an der beinahe 150 Jahre alten Friedenseiche im Dorfzentrum eintraf. Seit Mitte Juni ist die Jury auf ihrer 4000 Kilometer langen Reise durch die Republik unterwegs.

Bei strahlendem Sonnenschein präsentierte sich Orferode von seiner besten Seite, als Ortsvorsteher Jochen Ullrich die Kommission willkommen hieß, an dessen Spitze der Landrat des Kreises Waldeck-Frankenberg, Reinhard Kabut, steht. Die Kommission sah stattliche Fachwerkhäuser, Rosen am Rand blitzsauberer Straßen und Fahnenschmuck nicht nur dort, sondern auch an dem mit lebendem Grün umwickelten Brunnen.

Unter dem Surren von Fernsehkameras und im Beisein von Landrat Stefan Reuß und Bürgermeister Frank Hix streiften der Ortsvorsteher und sein Vater Siegfried Ullrich die Geschichte des Dorfes, das sich auf 372 Hektar verteilt. Bei Erich Böttner kosteten die Jury-Mitglieder Wein, den die örtliche Winzergemeinschaft seit vielen Jahren selbst anbaut. Im Planwagen ging es zum Joggelibrunnen und zu der einladenden Freizeitanlage am Ortsrand. Mundartvorträge wechselten mit Liedern des Gesangvereins oder in der Kirche mit dem Krippenspiel der Kinder.

Zur Sprache kam das soziale und kulturelle Leben, das auf vielfältige Weise geprägt wird von Gruppen und Vereinen, mit denen Orferode ebenso punkten dürfte wie mit der zunehmenden Öffnung für den Tourismus, der Integration von Neubürgern, dem mit nur einer Ausnahme vollständig fehlenden Leerstand von Häusern oder dem inzwischen abgeschlossenen Breitband-Ausbau.

Die Vorzüge Orferodes sind auch nachzulesen in einer reich bebilderten Hochglanzbroschüre, die Jochen Ullrich an die Juroren verteilte. Die ließen sich freilich kein Wort entlocken, wie das Dorf am Ende abschneiden könnte.

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