Orferöder verschönern ihr Dorfgemeinschaftshaus

Fleißige Orferöder: Nicht nur (von links) Burghard Ullrich, Otto Lange, Manfred Gabrys, Helmuth Jung, Rolf Trube, Barbara Flügel, Georg Fiedler, Erich Böttner und Ortsvorsteher Jochen Ullrich haben ihr Dorfgemeinschaftshaus in diesem Jahr wieder auf Vordermann gebracht. Foto: Forbert

Orferode. In diesem Jahr haben die Orferöder ihre Arbeiten am vor einem Jahr vom extra gegründeten Heimatverein übernommenen Dorfgemeinschaftshaus beendet, doch schon im kommenden Frühjahr soll es weitergehen: Dann ist im Rahmen der Dorferneuerung noch die Renovierung des Eingangsbereichs mit dem Vorbau dran.

Zunächst aber blicken die freiwilligen Helfer, die sich mit rund 500 Stunden Eigenleistung eingebracht haben, zufrieden auf ihre Beteiligung parallel zur Dorferneuerung zurück: Mit den 3000 Euro Soforthilfemitteln der Stadt Bad Sooden-Allendorf gestaltete der Ortsbeirat die Toiletten komplett neu, neben den Beiratsmitgliedern packten alle Orferöder an, die handwerklich begabt sind, wie Ortsvorsteher Jochen Ullrich es ausdrückte. Da waren Fliesen zu legen, Wasser- und Stromleitungen zu verlegen, da war zu streichen und zuletzt gründlich sauber zu machen.

Während das Dach von einer Firma neu gedeckt wurde, nahmen sich die Orferöder der Außenfassade des ehemaligen Schulgebäudes selbst an. Am Freiwillligentag im September wurden die Außenwände abgekärchert, grundiert und zweimal von oben bis unten gestrichen, zudem die Fensterbänke ausgetauscht und alle Fenster neu abgedichtet. Und der Dachvorschlag wurde sogar dreimal gestrichen, listet Ortsvorsteher Ullrich auf, der allein an diesem Tag rund 60 fleißige Hände zählte.

Im Keller sind nicht nur die Toiletten neu, auch der Bierkeller wurde frisch gefliest, die Wände neu verputzt und gestrichen. Nun muss dort noch der Flur gemacht werden, der unter aufsteigender Feuchtigkeit leidet. Und ebenso wie der Zugang zur mittlerweile mit einem Durchlauferhitzer statt des alten Elektro-Boilers ausgerüsteten Küche soll auch der Jugendraum eine feuerhemmende Tür erhalten.

Auch die Jugendgruppe ist ins ehrenamtliche Engagement für die Gemeinschaftseinrichtung einbezogen. So wechselt sie sich mit sechs Vereinen mit der Kehrwoche ab, wenn vor dem Haus Laub weggefegt oder Schnee geräumt werden muss.

Einen Wunsch haben die Orferöder noch: eine neue Heizung. Der Kessel im Keller ist 20 Jahre alt. Es wird kein großer mehr benötigt, weil die drei bis vor acht Jahren noch vermieteten Wohnungen in den oberen Geschossen mittlerweile von der Versorgung abgeklemmt wurden. Beim Freiwilligentag wurde übrigens Mittagspause unter der Kastanie vor dem DGH gemacht. Dort hat die Mundart-Theatergruppe 2013 auf ihre Kosten eine hölzerne Rundbank von Georg Fiedler für alle bauen lassen. Auch ein Beweis für Ortsvorsteher Ulrich, dass die Dorfgemeinschaft intakt ist. Wie auch der Pflegeeinsatz auf dem Friedhof erst jüngst, als 22 Orferöder nicht nur beim Rückschneiden der Hecken zupackten. (sff)

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