CDU: „Rettungsschirmkonformer Personalentwicklungsplan“

Parlament will noch mehr Personalabbau

Das Rathaus in Bad Sooden-Allendorf. Archivfoto: Kopietz

Bad Sooden-Allendorf. Im Rathaus von Bad Sooden-Allendorf soll noch mehr Personal abgebaut werden. Das fordert die CDU-Stadtverordnetenfraktion

Die Christdemokraten verlangen vom Badestädter Magistrat, einen „rettungsschirmkonformen Personalentwicklungsplan“ aufzustellen und vorzulegen.

Den Sparbeschlüssen zum Rettungsschirm zufolge sind im Personalhaushalt bis 2020 eine Million Euro weniger zu veranschlagen. Und nach Angaben von Bürgermeister Frank Hix (CDU) sind die Personalausgaben schon um ein Fünftel verringert worden. Aber, so begründete Georg von Lüninck den Antrag, „das genügt nicht.“ Von den festgeschriebenen Zielen bei der Reduzierung der Personalkosten sei man im Haushalt 2015 „noch meilenweit entfernt“, hatte der CDU-Fraktionsvorsitzende den Antrag schon vorab schriftlich begründet.

Die Schulden der Stadt seien zwar mittlerweile auf unter 40 Millionen Euro halbiert worden, stiegen aber wieder leicht an, sagte von Lüninck im Parlament. Bei den Personalkosten müsse noch mehr gespart werden, auch wenn dies weitere Mehrbelastungen für den einzelnen Mitarbeiter und Umstrukturierungen in der Verwaltung mit sich bringe. Und die Bürger müssten sich bewusst sein, sagte von Lüninck auch, dass dadurch Einschränkungen auf sie zukommen.

Dem Antrag der CDU wurde im Parlament bei einer Enthaltung stattgegeben.

Um ein Viertel muss das städtische Personal bis 2020 schrumpfen - das war als eine der Folgen des Sparkursus schon Ende 2012 gesagt worden.

Eine Million Euro bedeutete 2012 bei Personalkosten von vier Millionen Euro ein volles Viertel. Umgerechnet hieß das, Ende 2020 weist der Stellenplan nur noch 74 statt der derzeit 97 Arbeitsplätze aus. „Der Personalabbau soll sozial verträglich erfolgen“, sagte Bürgermeister Frank Hix (CDU). Er wollte vermeiden, die Vorgabe mit Entlassungen hinkriegen zu müssen. Bis 2020 scheiden 22 Mitarbeiter der Stadtverwaltung altersbedingt aus, 2021 weitere vier.

Fast 20 Prozent des Personals sei schon reduziert worden, sagte Hix in der jüngsten Parlamentssitzung. Allerdings seien mehr Aufgaben auf die Verwaltung zugekommen.

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