Empfehlung des Bauauschusses

Reparatur der Allendorfer Friedhofswege vor Erneuerung

An vielen Stellen schadhaft: Die Friedhofswege in Allendorf sollen vor einer Erneuerung zunächst repariert und damit verkehrssicher gemacht werden.
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An vielen Stellen schadhaft: Die Friedhofswege in Allendorf sollen vor einer Erneuerung zunächst repariert und damit verkehrssicher gemacht werden.

Vorbehaltlich der Zustimmung des Badestädter Parlaments sollen die schadhaften Wege auf dem Friedhof in Allendorf „für kleines Geld“ zunächst repariert und erst in den Jahren 2022 oder 2023 erneuert werden. Mit einstimmigem Votum hat diese Empfehlung der Bauausschuss in seiner jüngsten Sitzung beschlossen.

Bad Sooden-Allendorf – Schon seit 2018 ist der Zustand der Wege Thema für die Stadtverordneten. Im Haushalt 2019 wurden für deren Erneuerung 110 000 Euro veranschlagt, dann aber wegen klammer Kassen mit einem Sperrvermerk versehen.

Schon vor zwei Jahren seien auf den asphaltierten Hauptwegen 40 Schadstellen ausgemacht worden, berichtete Pfarrer Hubertus Spill als Teilnehmer an der Sitzung. Tatsächlich ist die Deckschicht an vielen Stellen aufgerissen, zum Teil haben sich an den Rändern auch Löcher gebildet, die zu Stolperfallen werden könnten.

Einig waren sich Ausschuss und Kirchenmann, dass die Verkehrssicherheit an erster Stelle stehen müsse. Deswegen solle die Reparatur zeitnah erfolgen und Geld dafür in den Haushalt 2021 eingestellt werden.

Für die Erneuerung der Wege wird die Aufnahme in das Förderprogramm „Lebendige Zentren“ angestrebt. Die Stadt hätte dann nach Auskunft von Ausschussvorsitzendem Stefan Heuckeroth-Hartmann nur 25 Prozent der anfallenden Kosten zu schultern. Vorgesehen ist nach derzeitigem Stand, dass einer der Hauptwege gepflastert wird, was bei später möglicherweise anfallenden Reparaturen für die Stadt billiger werde.

Der Bauausschuss befasste sich außerdem mit der Friedhofskapelle im Stadtteil Kleinvach. Für die Sanierung des Daches belaufen sich die geschätzten Kosten auf 220 000 Euro. Nach Empfehlung des Gremiums soll die Stadt einen Investitionszuschuss von maximal 160 000 Euro gewähren. 60 000 Euro an Fördergeldern sind bereits im Rahmen der Dorferneuerung bewilligt. Eile sei geboten, damit dieses Geld nicht verfiele, warnte Pfarrer Dr. Daniel Bormuth. Darüber hinaus bemüht er sich, über die Denkmalpflege 80 000 Euro an Fördermitteln zu erhalten. Mit einer Entscheidung sei aber erst im Februar nächsten Jahres zu rechnen.

Ausschussmitglied Michael Siedler (Bündnis 90/Die Grünen) warf die Frage eines Neubaus auf, der dann im Besitz der Stadt wäre. Dies wäre möglicherweise „besser, als viel Geld in ein Projekt zu stecken, das uns nicht gehört“, hat er Schäden auch im Turm der Kapelle im Blick.

Den Auftrag für die Sanierung, stellte Bauamtsleiter Helmut Franke klar, müsse die Kirche, namentlich Pfarrer Bormuth, stellen. Falls die Kosten aus dem Ruder liefen, könne die Ausschreibung auch aufgehoben werden. (zcc)

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