Experimente in der Rhenanus-Schule

Schüler aus Bad Sooden-Allendorf gewinnen Energie

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Es funktioniert: Max Wendt lässt die Flügel einer Windkraftanlage rotieren, um Strom zu erzeugen.

Bad Sooden-Allendorf. Mit dem Gebläse eines Staubsaugeres bringt Max Wendt (16) die Flügel einer Windkraftanlage zum Rotieren, und prompt gehen in den Häusern am Fuß der Anlage die Lichter an.

Das war am Montag nur eines mehrerer anschaulicher Experimente, mit denen die 15 und 16 Jahre alten Gymnasiasten der Rhenanus-Schule die Gewinnung alternativer Energien demonstrierten. Angesichts begrenzter Ressourcen und der klimaschädlichen oder sogar lebensbedrohlichen Nutzung von Rohstoffen, wie etwa Öl, Kohle und Atomkraft, ging es bei diesem Aktionstag letztendlich um existenzielle Fragen.

Neben Wind seien auch Sonne, Wasser, Erdwärme und Pflanzen – Stichwort: Biogas – geeignet, die Klimakiller zu ersetzen, machten die 38 Zehntklässler an weiteren Stationen deutlich und erhielten aus berufenem Mund höchstes Lob: Der Umweltdezernent des Werra-Meißner-Kreises, Dr. Rainer Wallmann, und die Umweltberaterin  Gabriele Maxisch waren aufmerksame Beobachter. 

Wallmann vergab gleich – wie er sagte – „120 von 100 möglichen Punkten“. Die Zusatzpunkte hätten sich die Schülerinnen und Schüler deswegen verdient, weil sie das Projekt „in hervorragender Weise aufgebaut“, die Zusammenhänge „sachlich und sehr verständlich“ kommentiert und auch kritische Fragen angesprochen hätten. Wallmanns Anerkennung für diese „perfekte“ Darstellung gipfelte in seiner Absicht, das Projekt im November auf einer deutschlandweiten Tagung zum Thema Klimaschutz vorzustellen. Damit machte er die Rhenanus-Schule gleichzeitig zu einem heißen Kandidaten für den Umweltpreis 2018 des Werra-Meißner-Kreises.

Dem Aktionstag vorausgegangen war schon im letzten Jahr ein naturwissenschaftlicher Unterricht in der benachbarten Grundschule, wo die Viertklässler von Biologie-Lehrerin Elke Funk erste Erkenntnisse in Fragen von Energie und deren Umwandlung erhielten. In der Fortsetzung und Vertiefung dieses Unterrichts vermittelte am Gymnasium Bio- und Chemielehrer Wilfried Funk den älteren Schülern die Kenntnisse über die Gewinnung der alternativen Energien und machte seine Schützlinge in diesen Fragen so fit, dass sie ihr Wissen jetzt an die Neun- bis Zehnjährigen weitergeben können und auch sollen. 

Sozusagen als Klammer diente am Montag ein Fünf-Minuten-Theaterstück, das sich die Gymnasialschüler ausgedacht hatten. Kurzinhalt: Weil die Heizkörper kalt sind, wendet sich der Hausbesitzer an die Lieferanten von Öl. Erdgas und Kohle und wird bei der Frage nach Strom schlussendlich auch von den Stadtwerken abschlägig beschieden: Überall nix da oder zu teuer. Ein Szenario, das – wie vielfach befürchtet wird – Wirklichkeit werden könnte, falls die Energiewende nicht gelingt.

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