Musik verbindet Völker

Schulbands aus Hessen und Thüringen spielten im Grenzmuseum

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Bad Sooden-Allendorf. „Musik verbindet Völker“, befand der pädagogische Leiter Dr. Jacob Eisel.

Er meinte damit gewiss nicht nur die überschaubaren Völkchen aus dem Werra-Meißner-Kreis und den Nachbarkreisen jenseits der früheren Demarkationslinie zwischen Ost und West. Dass zusammenwächst, was zusammen gehört, demonstrierten am Donnerstag 75 Schüler aus Hessen und Thüringen beim zweiten Musikprojekt unter dem Titel „Grenzenlos“.

An prädestinierter Stelle im Grenzmuseum Schifflersgrund gaben sich die jungen Leute zwischen zwölf und 17 Jahren ein Stelldichein, nicht nur um in Workshops und Seminaren Musik zu lernen und zu erleben, sondern auch um Informationen mitzunehmen über Geschehnisse, die sie nur vom Hörensagen oder aus den Geschichtsbüchern kennen: die Teilung und Wiedervereinigung Deutschlands.

Eingebettet in die ganztägige Veranstaltung war auch ein musikalischer Wettbewerb, aus dem unter dem Titel „Pop to go on stage“ die Formation „Celfs“ (zu Deutsch: Notenschlüssel) in der Besetzung Helena Dingert, Jana Müller, Cora-Lee Paschke, Paul Hilbert, Luis Siebold und Christian Wiechert als Sieger hervorging. Das Sextett der Rhenanus-Schule Bad Sooden-Allendorf verwies die beiden Treffurter Gruppen „Freaking in“ und „Out of order“ auf die Plätze.

Höhepunkt war am Abend ein zweieinhalbstündiges Konzert in der Hessenhalle. Dabei lieferten die Blechbläser der Valentin-Traudt-Schule Großalmerode mit „Sweet Caroline“ eine Premiere ab. Für Pascal an der Tuba war es der erste öffentliche Auftritt. Und am Saxofon gefiel Celina als Solistin.

„Renöd“ – die umgekehrte Buchstabenfolge von Döner–- nennt sich das Quartett der Adam-von-Trott-Schule Sontra. Die begabte Sängerin Saskia, Tinka am Piano, Gitarristin Miriam und Schlagzeuger Jonas wurden bei ihrem gekonnten Auftritt unterstützt von den Ex-Schülern Phillip und Fabian von der Band „Box of X“.

Viel umjubelt war die Big Band der Rhenanus-Schule, die sich jetzt mangels Posaunen „Boneless“ nennt und mit den Gesangssolisten Oliver Schöniger und Denisa Zaharia Stimmung in die Bude brachte, unter anderem mit den Udo-Jürgens-Titeln „Ich war noch niemals in New York“ und „Immer wieder geht die Sonne auf“.

Die war schon untergegangen, als die Gruppe „Six to the floor“ der Gemeinschaftsschule Rodeberg aus dem thüringischen Struth geballte Frauen-Power auf die Bühne brachte und ebenfalls zu überzeugen wusste, auch wenn das Mikrofon zwischendurch mal ausfiel.

Weltoffenheit bewies die Jugend auch mit der Verpflichtung der Moderatorin. Rabia. Die 16-jährige Muslima und Tochter eines Libanesen und einer Türkin, meisterte, assistiert vom gleichaltrigen Leon, ihren Job souverän und überließ den Vortritt zu einem Grußwort Landrat Stefan Reuß und dem Leiter des Schulverwaltungsamtes im Eichsfeldkreis, Martin Henning.

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