Schutz vor Überflutung

Pläne für neue Riedbach-Brücke in Hilgershausen vorgestellt

Ortstermin in Sichtweite der alten Brücke: Diplom-Ingenieur Alf Hartung (von links) erläutert die Pläne für das neue Bauwerk Bauamtsleiter Helmut Franke, Hilgershausens Ortsvorsteher Marcus Bath und Bürgermeister Frank Hix.
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Ortstermin in Sichtweite der alten Brücke: Diplom-Ingenieur Alf Hartung (von links) erläutert die Pläne für das neue Bauwerk Bauamtsleiter Helmut Franke, Hilgershausens Ortsvorsteher Marcus Bath und Bürgermeister Frank Hix.

Einen wirksameren Schutz vor Überflutungen soll im Bad Sooden-Allendorfer Stadtteil Hilgershausen eine neue Brücke über den Riedbach bieten. Die Pläne für das Bauwerk, das mit Kosten von 175 000 Euro veranschlagt ist, stellte am Dienstag Diplom-Ingenieur Alf Hartung vom Ingenieur-Büro Rother & Partner (Meißner-Abterode) vor.

Hilgershausen – Die Brücke, komplett finanziert von der Stadt, wird als Kastenprofil wie ein auf den Kopf gestelltes U das Fließgewässer überspannen und 40 Zentimeter höher sein als die alte Brücke aus den 1930er Jahren, deren Tragkraft wegen des maroden Zustands bereits auf 7,5 Tonnen herabgestuft worden war. Mit einer lichten Weite von drei Metern und einer lichten Höhe von 1,75 Meter werde der Durchlaufquerschnitt von 2,75 auf 4,35 Quadratmeter deutlich erhöht, erläuterte Hartung, ohne eine Garantie geben zu können, dass es bei extremen Wetterereignissen nicht doch zu Überschwemmungen kommen könne.

Weil der Riedbach, anders als im benachbarten Oberrieden, nicht durch den, sondern am Ort vorbei fließe, würden die Auswirkungen aber nicht so dramatisch sein. Außerdem werde die erhöhte Tragkraft auch dem Schwerlastverkehr gerecht.

Die neue einspurige Brücke werde zwischen den Geländern eine Breite von fünf, die Fahrbahn eine Breite von vier Metern haben. Ein Fußweg sei nicht vorgesehen. Beiderseits der Brücke wird nach Angaben Hartungs die Straße jeweils auf einer Länge von rund 15 Metern an die neue Höhe angeglichen.

Die wasserrechtliche Genehmigung stehe noch aus. Mit ihr werde aber noch im Laufe des Jahres gerechnet, sodass im späten Frühjahr 2021 mit dem voraussichtlich sechsmonatigen Bau begonnen werden könne.

Abgelehnt von der Naturschutzbehörde wurde unterdessen der Wunsch der örtlichen Feuerwehr, in die Maßnahme die Errichtung eines Beckens oder eines Auffangbehälters zu integrieren, um im Notfall auf Löschwasserreserven zurückgreifen zu können. Stattdessen soll in einer Entfernung von etwa 400 Metern zum Ortskern die Möglichkeit geschaffen werden, den Bach zu stauen.

Zu dem Ortstermin an der Grillanlage im Forellental waren neben den „Offiziellen“, darunter Bürgermeister Frank Hix, Bauamtsleiter Helmut Franke und Ortsvorsteher Marcus Barth, auch zahlreiche interessierte Einwohner gekommen.

Dabei wies Franke auf insgesamt 23 Brücken im Stadtgebiet hin, für welche die Kommune unterhaltspflichtig sei. Abgerundet wurde das Treffen mit einem gemütlichen Beisammensein. (zcc)

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