Bad Sooden-Allendorf: Vereine übernehmen Dorfgemeinschaftshäuser

Vertragsunterzeichnung: vorn Erster Stadtrat Norbert Windus (links) und Bürgermeister Frank Hix; dahinter die Repräsentanten der Trägervereine, Jochen Ullrich (Ellershausen, von links), Martin Hennemuth (Dudenrode), Erkan Kirmizigül (Kleinvach) und Horst Buchholz (Ellershausen). Foto: Cortis

Kleinvach. Gute Nachrichten für die Bad Sooden-Allendörfer Dorfgemeinschaftshäuser. In Kleinvach haben die Trägervereine nun die Verträge zum Erhalt der Gebäude unterzeichnet.

Nach Oberrieden übernehmen auch in allen anderen Bad Sooden-Allendorfer Stadtteilen Vereine die Trägerschaft über die Dorfgemeinschaftshäuser (DGH). In einer Magistratssitzung setzten am Montagabend in Kleinvach für die Stadt Bürgermeister Frank Hix und sein Stellvertreter Norbert Windus, für die Trägervereine Martin Hennemuth (Dudenrode), Horst Buchholz (Ellershausen), Erkan Kirmizigül (Kleinvach) und Jochen Ullrich (Orferode) ihre Unterschriften unter die Betreiberverträge, die zum 1. Januar 2015 wirksam werden. Damit ist die finanzklamme Stadt einen schweren Klotz am Bein los.

An diesem Abend verhindert, werden die Vorsitzenden der Trägervereine in Hilgershausen und Kammerbach, Daniel Faßhauer und Eriwald Fretschner, ihre Unterschriften am kommenden Montag im Rathaus leisten. Damit ist der Erhalt aller Dorfgemeinschaftshäuser in Bad Sooden-Allendorf zumindest vorerst gesichert.

Im Schutzschirmvertrag mit der Stadt hatte die Landesregierung durchgesetzt, dass sich die Stadt von den kostenintensiven Gemeinschaftseinrichtungen zu trennen habe, und dafür zwei Wege aufgezeigt: entweder Vereine übernähmen die Trägerschaft, oder die DGH würden geschlossen beziehungsweise verkauft. Dieses Ultimatum hatte in den Dörfern zum Teil für erhebliche Unruhe gesorgt. Befürchtet wurde, die Unterhaltung der Häuser aus überwiegend eigenen Kräften nicht stemmen zu können. Andererseits würde bei Schließung oder Verkauf das Vereins- und Gemeinschaftsleben zum Erliegen kommen.

Zähe Verhandlungen

Es folgten langwierige und zähe Verhandlungen, bis letztlich dann doch eine Übereinkunft erzielt wurde mit der Gründung von Trägervereinen in allen Stadtteilen mit DGH.

Kernpunkte der Verträge: Alle Vereine erhalten für den Betrieb von der Stadt jährlich insgesamt knapp 34.000 Euro – eine Summe, die je nach Größe der vermietbaren Räume aufgeteilt wird. Die Bauunterhaltung in Höhe von jährlich 30.000 Euro für alle sieben DGH verbleibt bei der Stadt. Allerdings erhalten die sieben Trägervereine davon insgesamt 10.500 Euro, über die sie für Schönheitsreparaturen selbst verfügen können. Festgesetzt wurde außerdem, dass die Vereine sämtliche Einnahmen, die sie mit dem Betrieb der Gemeinschaftshäuser erzielen, behalten können.

Bürgermeister Hix dankte am Montag allen Beteiligten am Zustandekommen der Verträge. Sein besonderer Dank galt den ehrenamtlichen Kräften in den Vereinen, die sich der großen Herausforderung stellten. Die Stadt werde „keinen der Betreibervereine im Regen stehen lassen“. (zcc)

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