Entwicklung der Jugendfeuerwehr bereitet Sorgen

Bad Sooden-Allendorf: Wehren zeichnen verdiente Mitglieder aus

Erhielten Feuerwehrleistungsabzeichen: Der stellvertretende Kreisbrandinspektor Thomas Eisenträger (von rechts) zeichnete mit der Stadtverordnetenvorsteherin Silvia Börner, Bürgermeister Frank Hix (links) und Stadtbrandinspektor Michael Gros (4. v. links) verdiente Feuerwehrleute mit dem Hessischen Feuerwehrleistungsabzeichen in Gold mit Zusatzkennzeichnung, Gold, Silber und Eisen aus. Foto:  Neugebauer

Bad Sooden-Allendorf. Bei der Jahreshauptversammlung der Feuerwehren in Oberrieden hob Stadtbrandinspektor Michael Gros die Einsatzbereitschaft der Ehrenamtlichen hervor.

„Gemeinschaft, Bürgersinn, Zusammenhalt und Hilfsbereitschaft sind Werte einer „unsichtbaren“ Bilanz, die bei den Feuerwehrleuten tief verankert sind.“ Mit diesen Worten lobte Stadtbrandinspektor Michael Gros den ehrenamtlichen Einsatz der Feuerwehrleute im vergangenen Jahr bei der Jahreshauptversammlung der Bad Sooden Allendorfer Wehren in Oberrieden. 76 Feuerwehrleute aus 8 Wehren waren ausgerückt, um den geehrten Feuerwehrleuten Respekt zu zollen.

Die 262 Feuerwehrleute hätten bei insgesamt 137 Einsätzen eine gute Arbeit geleistet. Mit 55 Einsätzen rangieren die Technischen Hilfsleistungen vor Brandsicherungsdiensten und sonstigen Einsätzen (46) sowie den Bränden mit 36 Einsätzen. „Zusammen mit den Übungen und ehrenamtliche Tätigkeiten hätten die Brandschützer knapp 20 000 Stunden geleistet und so die Aufgaben der Stadt maßgeblich unterstützt“, sagte Gros mit der Bitte an die Stadt, die Wehren trotz Schutzschirm nicht im Stich zu lassen.

Sorgen bereiten Gros und dem Stadtjugendfeuerwehrwart Daniel Brill die Entwicklung der Jugendfeuerwehr. Hier hat sich die Mitgliederzahl verringert. 75 Prozent der ausgetretenen Jugendlichen gaben an, keine Lust oder kein Interesse zum Wechsel in die Einsatzabteilung zu haben. „Hier müssen wir mehr Marketing betreiben, um Jugendliche für die Einsatzabteilung zu begeistern“, sind sich Brill und Gros einig. Einen gegenläufigen Trend gibt es beim Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr Bad Sooden Allendorf, deren Mitgliederzahl sich in den vergangenen zwei Jahren auf 39 Spielleute fast verdoppelt und das Durchschnittsalter auf 22 Jahre gedrückt hat. 23 Spielleute sind unter 20 Jahre. „Die Vielfalt und Qualität des Spielmannszuges unter der Leitung von Martin Heldmann sei ein Aushängeschild für die Stadt“, lobte Bürgermeister Frank Hix. Diese gaben zu Beginn der Versammlung mit Filmmusik aus dem „Fluch der Karibik“ und griechischem Liedgut eine Kostprobe ihres Könnens.

Anschließend wurden die Wehrführer und deren Stellvertreter von Hix aus der Verantwortung und dem Ehrenamt entlassen, ehe er die Pflichten an die neuen Wehrführer sowie deren Stellvertreter weitergab. Im Anschluss wurden verdiente Feuerwehrleute durch Gros, den stellvertretenden Kreisbrandinspektor Thomas Eisenträger, Hix und die Stadtverordnetenvorsteherin Silvia Börner für ihre Verdienste geehrt. (znb)

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