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Soundgarten: Hessensound-Event erweitert Zielgruppe

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Von: Konstantin Mennecke

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Eine Liebeserklärung an den Sommer: Auch im kommenden Jahr soll das Gelände an der Werra in direkter Nachbarschaft zu St. Crucis zum Soundgarten-Open-Air-Gelände werden.
Eine Liebeserklärung an den Sommer: Auch im kommenden Jahr soll das Gelände an der Werra in direkter Nachbarschaft zu St. Crucis zum Soundgarten-Open-Air-Gelände werden. © Soundgarten-Open-Air

„Mit dem Soundgarten haben wir einen Schatz geborgen“, fasst Martina Adler, bei Hessensound zuständig für Kommunikation, das besondere Festival in Bad Sooden-Allendorf zusammen. Rund 10 000 Besucher waren an den zwei Haupt-Wochenenden mit Bülent Ceylan, Wincent Weiss, Kerstin Ott & Co. dabei. Mehr als 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben das Spektakel möglich gemacht.

Eschwege / Bad Sooden-Allendorf – Das besondere Event, das die Macher „SoundGarten“ getauft haben, entwickelt sich immer weiter. Was „als Hessensound-Baby“, wie es die Organisatoren um Firmengründer Mario Borschel bezeichnen, mit rund 200 Gästen pro Show und kleinen, aufgemalten Parzellen zum Feiern angefangen hat, ist zu einem bei Künstlern beliebten Festival geworden. Von fünf Shows im ersten Jahr ist der Soundgarten am Uferstreifen vom Stadtgraben bis kurz vor den Eilse--Sportplatz auf rund 40 im zweiten Jahr gewachsen.

Stillstand hat es jetzt, im dritten, noch laufenden Jahr aber keinen gegeben – einzig von dem Auf- und Abbau unzähliger Liegestühle hat man sich getrennt. Der Soundgarten wird durch das Landesprogramm „Ins Freie! 2“ gefördert. Diese Unterstützung hat man gemeinsam mit der Kirchengemeinde und der Stadt Bad Sooden-Allendorf erhalten.

Und das hat einen Hintergrund. „Wir erschließen für die Stadt ganz neue Zielgruppen“, betont Martina Adler. Das gelte nicht nur für Kultur- und Konzertinteressierte, sondern ebenso für Künstler, die „uns ein ganz besonders positives Feedback für den Ort, als auch für die Fans geben“. Deshalb könne und wolle man das Festival nur im engen Austausch aller Akteure, mit Kirche, Stadt, Kulturschaffenden, Politik und Co. weiterentwickeln.

Mit dem Einbinden von Pop-Schlager ins Programm habe man ein breites, zugleich auch ein neues Publikum erschließen können. „Egal ob mit Rolli oder Rollator: So bunt und vielfältig, wie der Soundgarten ist, sind auch unsere Gäste“, sagt Adler. In diesem Jahr habe eine Gruppe der Werraland-Lebenswelten mitgefeiert, viel Feedback habe es über die gesamten Veranstaltungen hinsichtlich der Barrierefreiheit gegeben, um das Festival „gemeinsam noch besser machen zu können“.

Mit Blick auf 2023 wird es keine großen Veränderungen geben, man setze vielmehr auf Bewährtes. Eine gute Mischung aus Mainstream-Musik, Comedy, DJs und ebenso regionalen Künstlern soll auch im kommenden Jahr beim Soundgarten überzeugen. „Der abgeschlossene Fünf-Jahres-Vertrag ist eine ideale Grundlage für uns zu sagen: Natürlich machen wir weiter“, sagt Mario Borschel über die Veranstaltung, die zu Corona-Zeiten ohne die Fördermittel, aber auch „ohne die großartige Akzeptanz der Menschen vor Ort so nie hätte umgesetzt werden können“.

An dieser Eigenständigkeit in Sachen Finanzierung des Festivals arbeite man. Vertraglich sei es häufig nicht möglich, sehr früh die verpflichteten Künstler des Folgejahres zu benennen. „Ideal wäre es aber, wenn die ersten Tickets schon zu Weihnachten unter dem Baum liegen könnten“, sagt Kommunikationschefin Martina Adler.

Damit das künftig gelingen kann, wird bereits jetzt am Event 2023 gearbeitet. Die Veranstaltung sei zu einem Ereignis geworden, an dem man an vielfältigsten Stellen das ganze Jahr über plane. An der Grundphilosophie „Du bist perfekt“ hält man 2023 weiter fest. Und hofft auch dann wieder auf Besucher zwischen 0 und 97 Jahren.

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