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Soundgarten in Bad Sooden-Allendorf: Nun sollen die Stadtverordneten entscheiden

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Von: Christoph Cortis

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Kommt im Sommer erneut nach Bad Sooden-Allendorf zum SoundGarten Open Air: Popsänger Wincent Weiss.
Kommt im Sommer erneut nach Bad Sooden-Allendorf zum SoundGarten Open Air: Popsänger Wincent Weiss. © Per Schroeter

Bad Sooden-Allendorf – Die Debatte um das Open-Air-Festival Soundgarten geht in die nächste Runde. Jetzt sollen die Stadtverordneten das letzte Wort haben in der Frage, ob mit dem Veranstalter Hessensound (Eschwege), wie von ihm und auch Bürgermeister Frank Hix gewünscht, eine längerfristige Vereinbarung geschlossen wird, oder ob von Jahr zu Jahr über einen Vertrag neu entschieden werden muss.

Für letztere Variante hatte sich der Magistrat mit der Mehrheit der Koalition aus SPD, Grünen und FWG ausgesprochen, um bei sich möglicherweise ändernden Bedingungen flexibler reagieren zu können. Gegen diesen Beschluss hatte der Rathauschef Widerspruch eingelegt, der in der nicht öffentlichen Sitzung des Magistrats am Montag erwartungsgemäß von den Koalitionären zurückgewiesen worden ist, wie der Rathauschef auf Anfrage bedauerte.

Das Stadtparlament tritt am 15. Juli zur nächsten Sitzung zusammen. Das ist just an dem Tag, an dem die Sängerin und Chartstürmerin Kerstin Ott den dritten Soundgarten in der Badestadt eröffnet. Von dem öffentlichen Charakter der Parlamentssitzung verspricht sich Hix, dass nicht alle Stadtverordneten der Koalition dem Votum ihrer Parteifreunde im Magistrat folgen. Diese Hoffnung hegt auch Hessensound, wie dessen Chef Mario Borschel und Pressesprecherin Martina Adler auf Anfrage übereinstimmend erklärten. Nur allzu gern wollten sie mit dem Open-Air-Festival in der Kurstadt bleiben. In dieses Projekt hätten sie „viel Zeit, Geld und Liebe“ investiert.

Sie erinnerten daran, noch im Dezember vergangenen Jahres habe der Magistrat für eine Rahmenvereinbarung zwischen Hessensound und Stadt für die Dauer von fünf Jahren gestimmt. Eine Regelung von Jahr zu Jahr sei wegen dann fehlender Planungs- und Investitionssicherheit nicht akzeptabel. So seien etwa hochkarätige Künstler nicht von heute auf morgen zu gewinnen, sondern müssten frühzeitig gebucht werden. Das sieht auch der Bürgermeister nicht anders, zumal das wirtschaftliche Risiko des Festivals allein aufseiten von Hessensound liege. Die Stadt könne nur profitieren, zielte er auf zuletzt 10 000 Besucher auch von außerhalb der Grenzen Deutschlands.

Im Vorfeld der Veranstaltungen wird am heutigen Donnerstag um 17 Uhr im Stadtgraben die Soundgarten-Bar eröffnet. Bis in den September hinein lädt sie ein jeweils von freitags bis sonntags und an Feiertagen, somit auch am Pfingstmontag. (zcc)

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