Geld geht an Hilfsprogramm für Bedürftige

Sozialkreis Bad Sooden-Allendorf erhält 43.000 Euro von Aktion Mensch

Ein gesundes Frühstück wird den Teilnehmern an der „Sommerschule“ der Rhenanus-Schule, hier Julia Hopfauf (von links), Noemi Mehmel, Noemi Hantelmann und Patryk Marciniak, serviert.
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Unterstützung vom Sozialkreis: Ein gesundes Frühstück wird den Teilnehmern an der „Sommerschule“ der Rhenanus-Schule, hier Julia Hopfauf (von links), Noemi Mehmel, Noemi Hantelmann und Patryk Marciniak, serviert.

Ein Sechser im Lotto war es nicht, aber ein Volltreffer allemal: Mehr als 40.000 Euro hat der Sozialkreis Bad Sooden-Allendorf bei der bundesweiten Aktion Mensch locker gemacht.

Damit will der Verein Bedürftigen in Bad Sooden-Allendorf helfen, die im Zuge der Coronakrise durch Kurzarbeit oder Jobverlust in finanzielle Not geraten sind oder aufgrund von Behinderung, Obdachlosigkeit oder chronischen Erkrankungen Unterstützung benötigen. Der stolze Betrag stammt aus einem Förderprogramm in Höhe von 40 Millionen Euro, das die Aktion Mensch zugunsten freier und gemeinnütziger Organisationen unter dem Stichwort Corona-Soforthilfe kurzfristig aufgelegt hatte. Aus Eigenmitteln stockte der Sozialkreis die Fördersumme auf über 43.000 Euro auf.

Über einen Zeitraum von zwölf Monaten würden die Gelder in Form von Lebensmittelgutscheinen durch die Pfarrgemeinden verteilt, erläuterten für den Vorstand des Sozialkreises Helga Finger und Silvia Groß. In Gänze könne die aktuelle Not zwar nicht behoben, aber zumindest gelindert werden.

500 Menschen in der Stadt gelten als bedürftig

So gebe es in der Badestadt rund 500 Menschen als Bezieher von Arbeitslosengeld II und weitere 150 Personen, die Grundsicherung erhielten. Hinzu kämen Rentnerinnen und Rentner, deren Einkünfte unterhalb der Grundsicherung lägen, die aus Scham aber keine ergänzenden Leistungen beantragten.

Auszugehen sei davon, dass bis zu 150 Personen monatlich mit Gutscheinen in Höhe von durchschnittlich 30 Euro unterstützt werden könnten. Bei mangelnder Mobilität würden die Lebensmittel auch bis an die Wohnungstür geliefert.

Hilfe erwarten könnten in den vier Alten- und Pflegeheimen in der Stadt auch die Pflegekräfte, die – oft in Teilzeit – „eine tolle Arbeit leisten“ und deren Partner von der Coronakrise betroffen seien. Im Visier hat der Sozialkreis außerdem die Kindergärten sowie die Jungen und Mädchen, die freiwillig in den Sommerferien die Rhenanus-Schule besuchen, oder die ABC-Schützen, die wenig später eingeschult werden. Sie können mit Frühstückspäckchen rechnen.

Hier können Hilfesuchende Lebensmittelgutscheine bekommen

Hilfesuchende, so wurde ausdrücklich betont, müssten ihre Bedürftigkeit zwar bestätigen, aber nicht nachweisen. Sie können sich an das Familienzentrum oder an das städtische Sozialbüro wenden, ferner an den Seniorentreffpunkt, sobald der wieder aufmacht. Dort werden die Gutscheine in der Sprechstunde des Sozialkreises (donnerstags von 10 bis 12 Uhr) ausgegeben. Erhältlich sind sie auch jeden Mittwoch zwischen 15.30 und 17.30 in der Rhenanus-Schule (hinterer Eingang zur Kleiderkammer).

Die Aktion Mensch, vormals Aktion Sorgenkind, war vor 56 Jahren auf Initiative des ZDF gegründet worden und finanziert sich als größte private Förderorganisation in Deutschland ausschließlich durch Lotterieeinnahmen.

Von der Corona-Soforthilfe profitierten auch schon die Werkstatt für junge Menschen zugunsten der Eschweger Tafel (24.800 Euro), sowie die Arche in Hessisch Lichtenau zur Verteilung von Grundnahrungsmittel-Paketen (4356 Euro).  

Info und Kontakt: Silvia Groß, Tel. 01 63/3 37 59 51

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