Ungewisse Zukunft

Dem Sportinternat in Bad Sooden-Allendorf droht die Insolvenz

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Hat eine ungewisse Zukunft vor sich: Das Sportinternat in Bad Sooden-Allendorf. Auf den Scheiben der Eingangstür zum Internat haben Schüler ihre Unterstützung für ein Fortbestehen bekundet.

Am 24. März könnte sich das Schicksal des Sportinternats entscheiden. Dann will der Magistrat eine Privatisierung der Einrichtung in der Parlamentssitzung beantragen.

Sollte das Badestädter Parlament an dem Tag dem Haushalt für 2017 nur mit der Auflage zustimmen, dass der Jahresverlust des Internats nur bis höchstens 25.000 Euro gedeckt wird, dann will Bürgermeister Frank Hix (CDU) in seiner Funktion als Geschäftsführer der Betreibergesellschaft für das Sportinternat gleich Antrag auf Insolvenz stellen.

Dass der Verlustausgleich durch die Stadt auf 25.000 Euro reduziert wird, dafür hat sich im Finanzausschuss eine Mehrheit von SPD, Grünen und Freien Wählern abgezeichnet. Diese Summe reicht laut Hix nicht aus, um den Betrieb trotz starker Belegung der Einrichtung fortzusetzen. Er müsse davon ausgehen, dass die Betreibergesellschaft dann „irgendwann nicht mehr zahlungsfähig und überschuldet“ ist.

Laut der Schutzschirmvereinbarung mit den Sparauflagen sind aber maximal 50.000 Euro an Verlustausgleich pro Jahr möglich. Und statt eines Defizits von über 200.000 Euro, wie noch vor fünf Jahren, weist das vorläufige Ergebnis für das Internat für 2016 rund 37.300 Euro auf. Nun soll noch drastisch weniger Finanzhilfe gewährt werden. Hix: „Das ist faktisch ein Schließungsantrag.“ Und das Bemühen, die Stadtverordneten umzustimmen, habe bislang nicht gefruchtet.

Eine Hoffnung hat Hix noch, da ein Privatmann Interesse an der Übernahme des Internats signalisiert habe - allerdings erst ab Sommer 2018. Danach müsste die Stadt weder für den Betrieb, noch für die Gebäudeunterhaltung etwas bezahlen. Deshalb will der Magistrat laut Hix die Privatisierung auch noch zur Parlamentssitzung am 24. März als Antrag einbringen. Eine öffentliche Ausschreibung, um auszuloten, ob noch weiteres Interesse an einer Übernahme besteht, werde schon kurzfristig vorbereitet.

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