Sportinternat: Schüler hoffen auf Lösung

Wollen ihr zweites Zuhause retten: Die Internatsschüler Amin Labdi (von rechts) und Maximilian Lang mit Schulsprecher Lukas Malkmes möchten das Sportinternat der Rhenanus-Schule in Bad Sooden-Allendorf unbedingt erhalten. Foto: Neu

Bad Sooden-Allendorf. In der Rhenanus-Schule fand eine Podiumsdiskussion mit Stadtpolitikern über die Zukunft des Sportinternats statt.

Die Diskussionen und Mutmaßungen über das Schicksal des Sportinternats der Rhenanus-Schule in Bad Sooden-Allendorf hat vor allen Dingen die Schüler in der letzten Zeit schockiert und erschüttert. Was wird aus den lieb gewordenen Freunden und ihrem zweiten Zuhause?

Eine Podiumsdiskussion in der Aula, zu der am Dienstagnachmittag zahlreiche Schüler und Stadtpolitiker eingeladen waren, sollte Klarheit über die Situation schaffen.

Die Stimmung entpuppte sich aufgrund der kontroversen Meinungen jedoch recht schnell als äußerst angespannt.

Sowohl die Internatsschüler selbst als auch ihre Mitschüler haben ihr Ziel klar vor Augen: Sie wollen Alternativen und Lösungsvorschläge erarbeiten, um das Internat zu retten. „Das Sportinternat ist mein Zuhause. Ich habe hier eine zweite Familie gefunden“, sagt der Internatsschüler Maximilian Lang. Auch sein Mitschüler Amin Labdi bangt um seinen Lebensmittelpunkt, den er sich in Bad Sooden-Allendorf aufgebaut hat: „Sie argumentieren mit Zahlen, aber uns geht es hier um Menschen und deren Heimat.“ Seine Aussage richtet er an die Stadtverordneten Peter Hieronimus (SPD) und Martin Herrmann (Grüne), die das Sportinternat mit seinen Kosten für die Stadt in der aktuellen Form für nicht mehr tragfähig halten. „Wenn es eine Lösung gäbe, würde ich das Sportinternat auch behalten wollen, aber die Schulden sagen leider etwas anderes“, argumentiert Herrmann, der neben seiner Funktion als Stadtverordneter auch Lehrer an der Rhenanus-Schule ist.

Bürgermeister Frank Hix (CDU) hingegen macht den Schülern Mut: „Ich glaube, wir werden eine Möglichkeit finden, das Sportinternat zu halten“, verspricht er. Der positive Effekt der Einrichtung auf die Stadt sei hierbei nicht zu unterschätzen. Schulleiter Dr. Jörg Möller ist stolz auf das Engagement seiner Schüler: „Das Herzblut, mit dem ihr euch hier einsetzt, ist bewundernswert“, sagt er, fügt jedoch hinzu: „Der Erhalt unserer Oberstufe ist nicht von der Rettung des Internats abhängig.“

Letztlich haben die Schüler zwar die Chance bekommen, Antworten auf ihre Fragen zu kriegen, die schlechte Stimmung zwischen den Politikern erschwerte dies jedoch. Öfter musste Moderator Clemens Kampmann daran erinnern: „Wir sind nicht auf der Suche nach dem Schuldigen, sondern nach Lösungen, wie wir das Sportinternat retten können.“

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