Ab Sommer sind sechs Plätze frei

Stadt übernimmt Defizit bei Betriebskosten von Naturkindergarten Oberrieden

Emilia (5, von links), Magdalena (6), Anouk (4), Eva (4) und Mattis (3) auf der Veranda des Naturkindergartens in Oberrieden.
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Fühlen sich sichtlich wohl: Emilia (5, von links), Magdalena (6), Anouk (4), Eva (4) und Mattis (3) auf der Veranda des Naturkindergartens in Oberrieden.

Weil er als eine Bereicherung für die Stadt angesehen wird, hat das Badestädter Parlament die Zukunft des im August auf Vereinsbasis eröffneten Naturkindergartens im Stadtteil Oberrieden gesichert.

Bad Sooden-Allendorf – Am Freitag beschlossen die Abgeordneten im Kultur- und Kongresszentrum einmütig eine Gleichbehandlung mit den beiden städtischen Kitas und die Übernahme des Defizits der laufenden Betriebskosten, die bis Ende 2021 voraussichtlich 88 000 Euro betragen werden. In den Folgejahren soll – vertraglich abgesichert – wie mit den Kindergärten Werrawichtel und Regenbogen verfahren werden, deren Defizite jeweils zu hundert Prozent von der Stadt ausgeglichen werden. Bei den beiden konfessionellen Kindergärten in Bad Sooden-Allendorf kommt die Stadt laut Bürgermeister Frank Hix zum allergrößten Teil für den Fehlbedarf auf.

Bei den Parlamentariern rannte der Rathauschef mit seinem Beistand für den Naturkindergarten offene Türen ein. Weil alle Kitas voll belegt seien, biete der Verein zusätzliche Plätze, auch sorge er für „eine Aufwertung des Bildungsangebotes“.

Svenja Marchand war erleichtert: „Wir hätten sonst wieder schließen müssen“, sagte die Vorsitzende des Vereins, der keinen großen Träger wie Kirche oder Arbeiterwohlfahrt hat. Laut Marchand wird der Naturkindergarten aktuell von 17 Kindern besucht und bis März 2021 mit der Höchstzahl von 20 Plätzen ausgebucht sein. Bis Jahresende werde eine dritte Kraft eingestellt. Zum neuen Schuljahr im Sommer würden sechs Kindergartenplätze wieder frei, ein „Schnuppertag“ für Interessierte sei möglich.

Untergebracht ist der Kindergarten zwischen Streuobstwiesen und Waldesrand in einem gemieteten Bauwagen. Zum Kauf des Domizils sind beim Land Fördermittel in Höhe von 50 000 Euro beantragt. In den Anbau einer Veranda haben Vereinsmitglieder und Helfer neben Schweiß viel Herzblut investiert. Zu den pädagogischen Zielen gehören die Förderung von Selbstbewusstsein durch Erfahrungen von Herausforderungen in der Natur sowie die Sensibilisierung und Wertschätzung ökologischer Zusammenhänge. (zcc)

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