Städtische Coaches motivieren Flüchtlinge zum Sport treiben

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Volleyball verbindet: Bei der ersten Matinee in der Eilse-Sporthalle kamen Bad Sooden-Allendorfer Bürger und Flüchtlinge aus Afrika und Syrien zum Volleyballspielen zusammen.

Bad Sooden-Allendorf. Um gemeinsam ein paar aktive und gesellige Stunden zu verbringen, hatten die Soodener Kirchengemeinde St. Marien und die beiden Sportcoaches der Stadt Bad Sooden-Allendorf, Milena Vaupel-Kenter und Juan Jeria Naranjo, zu einer Volleyball-Matinee in die Eilse-Sporthalle eingeladen.

Neben sieben einheimischen Teilnehmern waren auch fünf Flüchtlinge aus Afrika und acht aus Syrien zu dieser Veranstaltung, der ersten dieser Art gekommen.

Milena Vaupel-Kenter

„Unser Ziel als Sportcoaches ist es, die Flüchtlinge in der Stadt zum Sport zu motivieren und sie in Kontakt mit den Vereinen zu bringen“, sagt Milena Vaupel-Kenter, die selbst bei der TSG Bad Sooden-Allendorf den Mutter-Kind-Sport leitet. Um für die Volleyball-Matinee zu werben, sei sie in die Flüchtlingsunterkünfte gegangen und habe die Bewohner direkt angesprochen. „Einige hatten natürlich keine Lust auf Volleyball oder überhaupt auf Sport, aber ich bin mit der Resonanz dennoch ganz zufrieden“, meinte sie.

Nazih Al-Rashed

„Das ist eine ganz tolle Veranstaltung“, lobte Nazih Al-Rashed. Der 24-jährige Syrer lebt seit sechs Monaten in einer Flüchtlingsunterkunft in der Badestadt und nutzt jede Gelegenheit, um mit der einheimischen Bevölkerung in Kontakt zu kommen. „Ich gehe zum Beispiel jeden Freitag zum Mitternachtssport“, sagte er. Genau wie bei der Volleyball-Matinee drehe sich alles nur um Sport. „Da ist es egal, ob du Deutscher, Afrikaner oder Syrer bist“, so Al-Rashed, der „enorm froh ist, hier in Bad Sooden-Allendorf sein zu dürfen.“

Für Bürgermeister Frank Hix, der trotz einer Erkältung zusammen mit den Flüchtlingen ein paar Bälle über das Netz schlug, sind Veranstaltungen dieser Art enorm wichtig und ein echtes Zeichen gelebter Integration. „Ich finde es einfach großartig, wie sich Frau Vaupel-Kenter, Herr Naranjo und viele andere in der Stadt für die Flüchtlinge engagieren“, lobte er.

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