Rundgang durch Innenstadt von Allendorf

Stiller Ruf nach den Grundrechten: Gruppe kündigt Aktion für Samstag an

Stiller Protest: Mit einem „Spaziergang für die Freiheit“ durch Allendorf wendet sich eine kleine Gruppe seit vergangenem Samstag gegen „Beschneidungen der persönlichen Freiheit“. Nicht alle Teilnehmer wollten laut Initiatorin Martina Pfetzing (vorn, Zweite von rechts) auch auf das Foto.
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Stiller Protest: Mit einem „Spaziergang für die Freiheit“ durch Allendorf wendet sich eine kleine Gruppe seit vergangenem Samstag gegen „Beschneidungen der persönlichen Freiheit“. Nicht alle Teilnehmer wollten laut Initiatorin Martina Pfetzing (vorn, Zweite von rechts) auch auf das Foto.

Nicht nur in Berlin, München und Witzenhausen, auch in Bad Sooden-Allendorf gibt es offensichtlich Protest zur Pandemiezeit - künftig jeden Samstag.

Die neue Protestform soll allerdings still und nur wenig sichtbar sein: Mit einem Rundgang durch Allendorfs Altstadt will Martina Pfetzing zusammen mit Gleichgesinnten dem Wunsch Ausdruck verleihen, dass die Politik „die Zwänge und Beschneidungen der persönlichen Freiheit aufhebt“.

Trotz der Lockerungen nach dem Lockdown werde „die Beschneidung der Grundrechte beibehalten“, beklagt Pfetzing. Die Badestädterin kritisiert Einschränkungen beim Demonstrations- und Versammlungsrecht, spricht von der Sorge vor „einer Impfpflicht“ und vor einem „neuen autoritären Staat“ und fordert von der Politik, das „Recht auf Selbstbestimmung und auf freie Meinungsäußerung“ zurückzubekommen.

Damit ist die Mutter vierer Kinder nicht allein, wie die erste Aktion am vergangenen Samstag zeigte. Nach Telefonaten im Freundeskreis schlossen sich an dem Nachmittag 16 Badestädter der „Bewegung der Spaziergänge für Freiheit“, wie Pfetzing es formulierte, an. Ihre Initiative sei frei von Ideologie oder Parteien, sagt sie, ebenso wie der Spaziergang durch die Stadt von Plakaten.

Künftig will Martina Pfetzing jeden Samstag zum Marktplatz gehen und gegen 15.30 Uhr mit einer Runde zu Fuß durch die Altstadt – „mit Mindestabstand“, wie sie betont – Aufmerksamkeit erzeugen.

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