Suche nach gefährlichem Schrott am Diebesturm läuft

Bad Sooden-Allendorf. Seit einer Woche ist ein dreiköpfiges Team einer Kampfmittelbergungsfirma am Diebesturm in Allendorf dabei, das Gelände bis zur Waldisstraße auf gefährliche Überbleibsel aus dem Zweiten Weltkrieg zu untersuchen.

Einen Teil des vor Jahrzehnten trockengelegten ehemaligen Löschteiches haben die Männer bereits bis zur Sohle in bis zu 1,50 Meter Tiefe mit einem sicherheitshalber gepanzerten Bagger schichtweise durchkämmt.

Systematische Suche: Roy Dannehl (links) und Thomas Laszkowski spüren mit einem ferromagnetischen Suchgerät sämtliche eisenhaltigen Gegenstände im zugeschütteten Löschteich am Diebesturm in Allendorf auf. Schicht für Schicht wird dazu mit dem Bagger bis zur Sohle abgetragen. Fotos: Forbert

Mit einem ferromagnetischen Suchgerät spüren die Spezialisten alle metallhaltigen Gegenstände im Untergrund auf, die dann vorsichtig mit einem Spaten freigelegt werden. So kamen schon etliche verrostete Hieb- und Stichwaffen zu Tage, wie Truppführer Mario Krüger vom Bergungsunternehmen Schollenberger (Celle) berichtete. Dazu gehören Säbel, Macheten und Messer, aber auch den Kolben einer Schrotflinte haben sie schon geborgen. Der Waffenschrott wird am Ende dem Kampfmittelräumdienst übergeben und von diesem vernichtet.

Auf gefährliche Munition wie Gewehrpatronen oder beispielsweise eine Granate, wie sie vor fast einem Jahr beim Ausheben für eine Wasserleitung zu Tage trat, sind die Männer noch nicht gestoßen. Der Fund hatte dafür gesorgt, dass die Stadt den geplanten Bau des Matschspielplatzes aufschob und nun für knapp 38 000 Euro die gesamte frühere Teichfläche untersuchen lässt. Ende nächster Woche soll dies abgeschlossen sein.

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