Bad Sooden-Allendorf

Täter scheitern an Mauer: Unbekannte wollten in Ellershäuser Wasserhäuschen eindringen

Unüberwindlich: Lars Stöber zeigt den zugemauerten Eingang zum Wasserhäuschen, der mit dieser Holztür verblendet war und wieder damit verblendet wird.
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Unüberwindlich: Lars Stöber zeigt den zugemauerten Eingang zum Wasserhäuschen, der mit dieser Holztür verblendet war und wieder damit verblendet wird.

Unbekannte Täter, die abseits des Bad Sooden-Allendorfer Stadtteils Ellershausen in das Wasserhäuschen eindringen wollten, montierten zwar die schwere Eingangstür ab, standen dann aber vor einer Wand.

Ellershausen - Was sie nicht wussten: Als das alte Wasserbassin, wie es im Dorf genannt wird, vor Jahrzehnten außer Betrieb ging, hatten die Stadtwerke den Eingang zugemauert. Die ungebetenen Gäste mussten unverrichteter Dinge wieder abziehen. Was sie in dem mehr als 110 Jahre alten Gebäude suchten, bleibt ihr Geheimnis. Möglicherweise habe sie die Sehnsucht nach einem „Lost Place“ (verlorener Platz) gepackt, vermutet Ellershausens stellvertretender Ortsvorsteher Lars Stöber. Erst vor zwei Jahren, so der 48-Jährige, hätten Ehrenamtliche die Steine der besseren Optik wegen mit der hölzernen Tür verblendet.

An jenem Freiwilligentag seien außerdem die notwendigsten Instandsetzungen vorgenommen worden. So seien am Fuße des Gebäudes die eingestürzte Trockenmauer wieder errichtet, die komplett verschlammte Treppe zum Bassin gesäubert, der Putz an mehreren Stellen ausgebessert und das wuchernde Grün zurückgeschnitten worden. Das „komplett sinnlose“ Unterfangen der gescheiterten Eindringlinge sei bei den Dorfbewohnern auf großen Unmut gestoßen, bilanzierte Stöber. Zwar halte sich der Schaden in überschaubaren Grenzen, aber einige Stunden Arbeit seien schon nötig, um den alten Zustand wieder herzustellen. Glück für die Missetäter: Auf eine Anzeige wurde verzichtet. (Chris Cortis)

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