DFB-Präsident bei Auswahltraining

Fußball wird Schwerpunkt an Rhenanus-Schule in Bad Sooden-Allendorf

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Mit Fußball zu neuen Ufern: der Koordinator des Schulsportzentrums, Siegfried Frühauf (vorn, von links) und Fußball-Trainer Volker Krumbein sowie (stehend von links) Schulleiter Dr. Jörg Möller, Landrat und HFV-Präsident Stefan Reuß und Kreisfußballwart Horst Schott.

Bad Sooden-Allendorf. Paukenschlag in Bad Sooden-Allendorf: Die Rhenanus-Schule, zuletzt wegen der drohenden Schließung des angegliederten Sportinternats Gesprächsthema, wird Stützpunkt des Deutschen Fußballbundes (DFB).

Ab dem Sommer wird schwerpunktmäßig Fußball angeboten. Die nordhessische Kurstadt ist damit das zehnte Schulfußballzentrum in Hessen.

Dies gab Schulleiter Dr. Jörg Möller jetzt im Beisein von Landrat Stefan Reuß, zugleich Präsident des Hessischen Fußballverbandes (HFV), und Kreisfußballwart Horst Schott bekannt. Deutschlands Sportart Nummer eins werden künftig nicht nur Jungen, sondern auch Mädchen als Leistungssport an der Schule ausüben können.

Fußball werde von den jungen Leuten einfach mehr nachgefragt, begründete Möller den partiellen Richtungswechsel, und sei daher ein interessantes Angebot für Schüler aus dem Kreisgebiet und darüber hinaus. Seinen hohen Stellenwert werde die Leichtathletik weiterhin behalten, wohingegen Basketball ein auslaufendes Modell sei. Auch Tennis spiele nicht die Rolle, die man sich erhofft habe.

Mit dem neuen Schwerpunkt wolle und werde die Schule jedoch nicht in Konkurrenz zu den bestehenden Fußballvereinen treten, betonte Möller. So werde die Rhenanus-Schule an keinerlei Ligaspielen teilnehmen. Vielmehr setze man auf eine enge Zusammenarbeit mit den Fußballvereinen, um die fußballerische Qualität zu erhöhen, was letztlich wiederum den Vereinen zugute kommen werde. Diese Klarstellung wurde sowohl von Kreisfußballwart Horst Schott als auch den Vertretern der Fußballvereine aus Bad Sooden-Allendorf und Kammerbach wohlwollend zur Kenntnis genommen.

Aufgebaut wird die Sparte Fußball mit je einer fünften Sportklasse der Förderstufe und des gymnasialen Zweiges, erläuterte Siegfried Frühauf, Oberstufenleiter und Koordinator des Schulsportzentrums. Die Zehn- bis Elfährigen, die zwischen Leichtathletik und Fußball wählen können, erhalten im letzteren Fall wöchentlich vier zusätzliche Fußball-Lehrstunden durch Tainer Volker Krumbein. Der 61-Jährige aus Werleshausen hat die Lizenz als DFB-Jugendelitetrainer und will den Nachwuchs zunächst in Technik, Ballkontrolle und Passspiel fit machen, aber auch individuell trainieren.

Ein Auswahltraining für die Abgangsklassen der Grundschule unter den Augen von DFB-Präsident Reinhard Grindel soll am 9. Mai die talentiertesten Kinder für die Sparte Fußball herausfiltern.

Andrea Stöber, die seit vielen Jahren der Rhenanus-Schule mit Rat und Tat zur Seite steht, stellte als Sprecherin des Förderkreises Schulsportzentrum fest: „Eine Super-Sache und zugleich eine hochwertige Ergänzung des Angebots.“

Hintergrund: Schülerticket ab dem kommenden Schuljahr für Busse und Züge in ganz Hessen

Vorerst keine Förderung gibt es für die neue Sparte Fußball am Sportzentrum der Rhenanus-Schule. Mittelfristig hoffe man aber, in ein solches Programm hineinzukommen, so der Koordinator des Schulsportzentrums, Oberstufenleiter Siegfried Frühauf. DFB-Elite-Nachwuchstrainer Volker Krumbein werde zunächst als Honorarkraft aus Mitteln bezahlt, welche die Schule für den Nachmittagsunterricht erhalte, ergänzte Schulleiter Dr. Jörg Möller.

Möglicherweise interessant nicht nur für die Rhenanus-Schule ist, dass ab dem kommenden Schuljahr junge Leute, die zur Schule gehen oder sich in der Ausbildung befinden, für 365 Euro ein so genanntes Schülerticket erwerben können, mit dem sie ein Jahr in ganz Hessen und zu jeder Zeit Busse und Züge im Öffentlichen Personennahverkehr benutzen können. Umgerechnet ist pro Tag 1 Euro fällig. Ob diese Rechnung aufgeht, müsste man aber im Einzelfall etwa unter Zugrundelegung der gegenwärtigen Kosten für eine Monatskarte prüfen. Dieses Ticket sei laut Nordhessischem Verkehrsverbund aber nur als Gesamtpaket für 365 Tage erhältlich und könne nicht aufgesplittet werden.

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