Traditioneller Bestandteil des Kurprogramms soll geändert werden

Tanztee in Bad Sooden-Allendorf vor dem „letzten Walzer“

Bad Sooden-Allendorf. Am Sonntagnachmittag wird im Kultur- und Tagungshotel Lindner in Sooden buchstäblich zum letzten Walzer aufgespielt.

Der Tanztee, seit rund 20 Jahren fester Bestandteil des sonn- und feiertäglichen Kurprogramms der Badestadt, ist danach Geschichte – zumindest in seiner jetzigen Form.

Das bestätigte Bürgermeister Frank Hix auf Anfrage. Einerseits bedauere man diesen Schritt, erklärte er, zumal dieses regelmäßige Angebot gut angenommen worden sei. Andererseits sei der Tanztee schon seit vielen Jahren „absolut unwirtschaftlich“, sprach Hix von einem „hohen Zuschussgeschäft“ sowohl für das Stadtmarketing, als auch für das Hotel.

Nach intensiven Beratungen mit der Hoteldirektion sei man deshalb zu dem Entschluss gekommen, den lange Zeit sogar kostenlosen Tanztee in der bisherigen Form zu beenden. Für die Frühkonzerte übrigens gelten diese Überlegungen nicht, fügte Hix an.

Zurzeit ist seinen Worten zufolge ein Alternativprogramm in Arbeit. Dabei sollten dann alle „auf ihre Kosten kommen“, also Tanzbegeisterte ebenso wie Stadt und Hotel. So wird überlegt, womöglich nicht jeden Sonntag einen „neuen Tanztee“ anzubieten, womöglich auch mal den Veranstaltungsort wechseln, einen höheren Eintritt zu verlangen und auch für andere Tanzstile und Musikrichtungen öffnen.

Sobald das Alternativprogramm konkret feststeht, soll es bekanntgegeben werden.

Hingegen hegen einige der langjährigen Tanztee-Gäste noch Hoffnung, dass sich Stadt und Hotel es doch noch einmal anders überlegen. Schließlich ist diesen auch die Zwei-Mann-Kapelle „Sound-Express“ offensichtlich sehr ans Herz gewachsen. So hätte das Duo Ralf Hassbach und Manfred Schulz „nicht nur musikalisch, sondern besonders menschlich den richtigen Ton“ getroffen, schrieb Manfred Rösel an die Redaktion.

Der Göttinger berichtete auch, dass sich viele zufriedene Teilnehmer nach eigenen Aussagen schon seit Jahrzehnten zum sonntäglichen Tanzvergnügen einfänden. Ferner bedauert Manfred Rösel dem Brief zufolge, dass an der Erörterung möglicher alternativer Lösungen „offenbar kein Interesse“ bestehe, zumindest werde das Gespräch mit den Betroffenen gar nicht erst gesucht. 

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