Traditioneller Dank für Salz und Sole

Tausende beim Brunnenfest in Bad Sooden-Allendorf

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Kleines Theaterstück am Sonntagnachmittag: Im Schandbrett an die Kette gelegt: Werner Voß musste  als Übeltäter herhalten. 

Bad Sooden-Allendorf – Die Quellen, aus denen über viele Jahre Salz als das weiße Gold gewonnen wurde, begründeten den einstigen Wohlstand der Stadt. So von der Natur verwöhnt, bezieht Bad Sooden-Allendorf heute seine wirtschaftliche Basis aus der Heil bringenden Sole. Für Beides dankt die Kurstadt mit ihrem Brunnenfest, das seit mehr als 400 Jahren gefeiert wird.

Nicht immer war der Wettergott den Södern so hold wie dieses Mal. Viel Sonnenschein und frühsommerliche Temperaturen lockten am Samstag und Sonntag Tausende von Besuchern aus nah und fern an. In Kneipen, Straßencafés und Eisdielen war nur mühsam ein Platz zu ergattern. Hochbetrieb meldeten auch Imbiss- und Getränkestände. Und auch die Kinder kamen bei allerlei Attraktionen voll auf ihre Kosten.

Dankbar waren die Söder nicht nur für Petrus’ Gunst, sondern auch einem Mann, der schon seit über 240 Jahren nicht mehr zu den Lebenden zählt: Jakob Sigismund Waitz von Eschen war neben Johannes Rhenanus der bedeutendste Salzgrebe der Saline in Sooden. Auf Betreiben des geschichtsbewussten Vereins für Heimatkunde wurde ihm ein spätes Denkmal gesetzt, indem der Platz zwischen Gradierwerk und dem ersten Siedehaus in Sooden jetzt seinen Namen trägt.

Mit dem feierlichen Kirchgang der Vereine, einem Festgottesdienst, Umzug und einem Festakt unter freiem Himmel strebte das Brunnenfest am gestrigen Pfingstmontag seinem finalen Höhepunkt entgegen.  

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