Den Schülern Werte vermitteln

Theaterprojekt an Bad Sooden-Allendorfer Grundschule begleitet Kinder drei Jahre lang

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Auch auf internationalen Festivals gern gesehener Gast: Das Kaufunger Theater Laku Paka, hier mit der Schauspielerin und Autorin Kerstin Röhn bei der Aufführung in der Badestädter Grundschule. 

Bad Sooden-Allendorf. Werte wie Hilfsbereitschaft, Respekt, Freundschaft oder Toleranz sollen die Schüler der Grundschule Am Brunnen vor dem Tore anhand eines Projektes verinnerlichen.

Das Projekt hat der Kultursommer Nordhessen mit dem Spielraumtheater Kassel und dem Theater Laku Paka aus Kaufungen ins Leben gerufen.

Mehr als drei Jahre werden die jetzigen Zweitklässler an sechs Grundschulen in der Region von den Theater-Machern mit drei Vorstellungen pro Jahr begleitet. Nach dem Auftakt im Frühsommer – die dritte Aufführung folgt im November – war jetzt in Bad Sooden-Allendorf Laku Paka mit der Geschichte „Serafina und der Löwenkönig“ zu Gast. Im Foyer der Schule verfolgten knapp 70 Kinder das Handpuppenspiel, liebevoll in Szene gesetzt von Kerstin Rhön, aus deren Feder auch der Text stammt.

Das Abenteuer einer ungleichen Freundschaft zwischen der Maus Serafina und Leo, dem König aller Tiere, spielt in Afrika und widerlegt die sich allzu oft bewahrheitende These, dass immer der Starke den Schwachen vernichtet. Erst windet sich die Maus mit Köpfchen aus den Pranken des letztlich gutmütigen Raubtiers. 

Später befreit der kleine Nager den Löwen aus einer Netzfalle. Anders als es das Sprichwort behauptet, beißt in diesem Fall die Maus eben doch den Faden ab und durchtrennt die Stricke, in denen Leo gefangen ist. Mit Hochachtung füreinander gehen die Zwei ihrer Wege.

Mal mit piepsender, dann mit dröhnender Stimme brachte Kerstin Röhn das Geschehen auf die Bühne, für die ihr Mann Günter Staniewski eine Kulisse aus sandfarbenen Leinentüchern und fantasievolle Puppen entworfen hatte – aus Gegenständen, die uns im Alltag begegnen.

Musikalisch untermalt wurde die Geschichte mit Klängen aus Afrika. Dazu tanzten die Kinder später im schwerfälligen Rhythmus eines Elefanten oder der eleganten Leichtigkeit einer Gazelle und ahmten mit Begeisterung auch die Bewegungen anderer vierbeiniger Afrika-Bewohner nach.

In einem Frage- und Antwortspiel wurde deutlich, dass die Jungen und Mädchen schon klare Vorstellungen von Gut und Böse haben.

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