Baugerüst wird bald entfernt

Turm auf dem Roßkopf ist wieder wetterfest

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Instandgesetzt, aber noch eingerüstet: der Roßkopfturm mit (von links) Klaus Zimmermann, Helmut Weidner, Lutz Zbierski, Gerhard Funke und Andreas Immig.

Bad Sooden-Allendorf. Der knapp zwölf Meter hohe Roßkopfturm, für Wanderer ein beliebter Aussichtspunkt mitten im Stadtwald sieben Kilometer westlich von Bad Sooden-Allendorf, ist wieder wetterfest.

Zu verdanken ist das dem örtlichen Werratalverein und der Stadt, die sich zu umfangreichen und soeben beendeten Instandsetzungsmaßnahmen entschlossen hatten.

Sobald es die Witterung zulässt, soll das Baugerüst rund um den hölzernen Turm entfernt werden. Der Boden dort ist durch ergiebigen Regen aufgeweicht.

In einem beispielhaften Einsatz haben der Vorsitzende des WTV-Zweigvereins, Klaus Zimmermann, Vize Helmut Weidner und Wanderwart Gerhard Funke die komplett hölzerne Verkleidung des Turms imprägniert, um ein Eindringen von Wasser in das Fichtenholz zu verhindern und damit die Fäulnisgefahr zu bannen. Immerhin handelt es sich hier um eine Fläche von rund 160 Quadratmetern, die zu bearbeiten war. Andreas Immig von der gleichnamigen Zimmerei am Ort verpasste dem Turm eine neue Eindeckung des viergratigen Walmdachs.

Ebenfalls ein neues Dach erhielt der Aufgang zur Turmtreppe. Neu ist außerdem ein Vordach über dem Eingang zum Schutzraum im Fuße des Turms. Bei einem Ortstermin wollten sich weder Stadt noch WTV zu den Kosten des Projekts äußern.

Zuletzt saniert worden war der Turm auf dem Roßkopf genannten 440 Meter hohen Hügel im Herbst 1999. Zehn Jahre nach seiner Gründung hatte ihn der WTV-Zweigverein Bad Sooden-Allendorf im Jahre 1894 errichtet. Als Gerüst gab es den Aussichtsturm allerdings bereits vier Jahre früher.

Angenommen wird ein sogar noch weiter zurück liegender Ursprung. Nach dem Zweiten Weltkrieg war von dem Turm nur noch ein Trümmerhaufen übrig geblieben. 1949 wurden erste Pläne zum Wiederaufbau geschmiedet. Im September 1950 war es soweit. Im Beisein von mehr als 300 Wanderfreunden wurde der Roßkopfturm in seiner heutigen Form eingeweiht.

Die hölzerne Konstruktion ist markanter Punkt auf dem als „X 5 H“ bezeichneten Werra-Burgen-Steig, dessen 120 Kilometer wiederum Teilstrecke des europäischen Fernwanderweges E 6 Ostsee - Wachau - Adria sind. Insgesamt, so Vorsitzender Klaus Zimmermann, betreut der WTV-Zweigverein 210 Kilometer Durchgangswanderwege auf dem Gebiet der Stadt Bad Sooden-Allendorf, darüber hinaus drei Schutzhütten.

Die Stadt, ergänzte Lutz Zbierski als zuständiger Sachbearbeiter, kümmere sich um elf Rundwanderwege in Sooden, weitere sieben in Allendorf und drei im Raum Dudenrode. Die Gesamtlänge aller gelb markierten Rundwanderwege, die zum Teil an die in weißer Farbe ausgezeichneten Durchgangswege angebunden sind, beträgt etwas mehr als 150 Kilometer.

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