Klare Regeln für Agility-Turnier

Turnier macht Hund und Herrchen Spaß

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Spitzenpaar: Marion Jorzik und ihr Jack Russel-Mischling Magni vom ausrichtenden HSV Teamwork zählten mit zwei Siegen zu den erfolgreichsten Teilnehmern des 4. Werratal-Agilityturniers. 

Bad Sooden-Allendorf. Der Spaß an der Sache für Hund und Frauchen oder Herrchen stand beim Werratal-Agilityturnier auf dem Alleeraen in Bad Sooden-Allendorf im Vordergrund.

„Fein hast du das gemacht, ganz toll.“ Überschwänglich lobt Marion Jorzig ihren Jack Russel-Mischling Magni, überschüttet ihn mit Streicheleinheiten. Und das völlig zurecht: Gerade hat der elfjährige Rüde beim 4. Werratal-Agilityturnier des Hundesportvereins (HSV) Teamwork Bad Sooden-Allendorf den Parcours mit Bravour gemeistert. Er ist über Hürden und durch einen Reifen gesprungen, durch Tunnel gelaufen, hat eine Steilwand, eine Brücke und eine Wippe überquert und sich blitzschnell durch die Slalomstangen geschlängelt. Alles ohne Fehler und in einer tollen Zeit von 46,66 Sekunden, die ihm in seiner Kategorie „A2 Mini“ sogar den Sieg einbrachte.

„Gewinnen ist zwar schön, aber beim Agility auf keinen Fall das Wichtigste“, sagt Marion Jorzik, Mitglied des HSV Teamwork. „Viel wichtiger ist es, einen schönen Lauf zu haben und zu spüren, dass der Hund Freude daran hat.“ Und genau das merkte man den 100 Hunden aus dem gesamten Bundesgebiet an, die an der zweitägigen Veranstaltung auf dem Sportplatz Alleerasen teilnahmen. Mit Herrchen oder Frauchen über die Wiese zu rennen und dabei immer wieder gelobt zu werden, macht allen Hunden Riesenspaß.

Spaß ist die Hauptsache

Damit das so bleibt, gibt es bei dieser Art von Turnieren für die Hundebesitzer klare Vorgaben. „Es ist nicht erlaubt, den Hund während des Laufs zu berühren oder mit ihm zu schimpfen“, sagt die HSV-Vorsitzende Tony Hartwig. Nur Richtungskommandos und eben ganz viel Bestätigung sind erlaubt. „Deshalb kommt es auch oft vor, dass ein Hund eben nicht alle Hindernisse korrekt überquert und das Team deshalb disqualifiziert wird.“ so Hartwig. Anders als bei vielen anderen Sportarten mache das den meisten Teilnehmern aber nicht so viel aus. „Hauptsache eben, es hat Spaß gemacht.“

Ein Riesendank der HSV-Vorsitzenden ging an die Stadt Bad Sooden-Allendorf, die auch bei der vierten Auflage des Turniers das Gelände zur Verfügung gestellt hatte. „Auf unserem eigenen Vereinsgelände könnten wir eine Veranstaltung dieser Größenordnung schon deshalb nicht ausrichten, weil wir dort keine Stromversorgung haben“, sagte sie. Außerdem sei es auch zu klein, weil ein Großteil der Teilnehmer auf dem Gelände im Zelt oder im Wohnmobil übernachten.

„Das Werratal-Agilityturnier hat bundesweit inzwischen einen sehr guten Ruf“, sagt Tony Hartwig. Über einen Mangel an Teilnehmern brauche man sich auch künftig keine Gedanken zu machen, zumal deren Zahl auf 100 Hunde begrenzt ist. Und weil das so ist sei auch fest davon auszugehen, dass es im kommenden Jahr die fünfte Auflage der auch für Zuschauer so attraktiven Hundesportveranstaltung geben wird. 

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