Verkauft Bad Sooden-Allendorf Stadtwald? Unbekannter bietet 7 Mio. Euro

Bad Sooden-Allendorf. Verkauft die Badestadt einen Teil ihres Tafelsilbers, um ihren Schuldenberg abzubauen? Ein noch unbekannter Investor hat sieben Mio. Euro für den in Thüringen liegenden Teil des Bad Sooden-Allendorfer Stadtwaldes geboten.

Die vier Flächen sind insgesamt 500 Hektar groß. Zum Vergleich: Das sind ungefähr 666 Fußballfelder.

"Ein Angebot, über das sich lohnt nachzudenken", meint Bürgermeister Frank Hix (CDU), der den möglichen Verkauf eines Teils des Stadtwaldes schon in der jüngsten Parlamentssitzung angedeutet hatte. Bevor man ein Viertel des eigenen Waldes verkauft, der der Stadt seit 2008 auch wieder einen Überschuss von derzeit 250.000 Euro im Jahr mit steigender Tendenz beschert, sollen genauere Zahlen ermittelt werden.

Die Entscheidung über den Verkauf müssen die Stadtverordneten treffen, die Verwaltung bereitet die Grundlagen für einen Beschluss derzeit vor. Dazu gehört auch, dass sich der interessierte Investor im Haupt- und Finanzausschuss vorstellt.

Bürgermeister Hix, so ist aus seinem Reden herauszuhören, tendiert zum Verkauf. Die Stadt stehe unter dem Zwang, seinen Haushalt zu konsolidieren. Die Stadt hat 70 Mio. Euro Schulden. Ansonsten drohe, dass Abgaben wie die Grundsteuern erhöht werden müssen, was die Bürger weiter belaste. Dann, so der Rathaus-Chef, sollte man lieber nachdenken, wo man noch Einnahmemöglichkeiten hat. "In erster Linie geht es darum, die Haushaltssituation zu verbessern und die Selbstständigkeit zu erhalten." Verlöre die Stadt diese, dann könne sie zu Verkäufen gezwungen werden. Hix: "Dann stehen wir unter Druck." Und die Stadt könnte keinen so guten Preis für ihren Wald bekommen. "Derzeit können wir selbst entscheiden."

Am 27. April kommt das Stadtparlament wieder zusammen. (sff)

Mehr zu diesem Thema in der Samstagsausgabe der HNA Witzenhäuser Allgemeinen.

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