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Bad Sooden-Allendorf schmückt ohne neues Getreide

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Von: Stefan Forbert

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Auf frisch geerntetes Getreide soll beim Schmücken der Straßen in Allendorfs Altstadt in diesem Jahr aufgrund der Auswirkungen des Krieges in der Ukraine verzichtet werden. Archivfoto: Stefan Forbert
Auf frisch geerntetes Getreide soll beim Schmücken der Straßen in Allendorfs Altstadt in diesem Jahr aufgrund der Auswirkungen des Krieges in der Ukraine verzichtet werden. Archivfoto: Stefan Forbert © Stefan Forbert

Auch wenn nach zwei Jahren coronabedingter Unterbrechung in Bad Sooden-Allendorf wieder Erntedank- und Heimatfest gefeiert wird, steht es doch unter besonderen Einflüssen. Dazu gehören neben dem Krieg in der Ukraine mit seinen Auswirkungen auch die der weltweiten wirtschaftlichen Lage. Deshalb wird beim Erntefest vom 19. bis 23. August manches etwas anders sein.

Bad Sooden-Allendorf – So werde das Eingangstor zum Festplatz nicht in gewohnter Form aufgestellt werden können, auch beim Straßenschmuck gebe es Veränderungen, informiert Präsident Stefan Lauer vom Erntefestausschuss.

Traditionell wird der Schmuck durch die Straßengemeinschaften schon Tage und Wochen vor dem Fest aus Getreide angefertigt und aufgehangen. „Die Getreideproblematik haben wir aber auch auf dem Radar“, sagt Lauer, der die Initiative der Straßengemeinschaften begrüßt, wonach sie in diesem Jahr auf neues Getreide verzichten wollten. Diesmal sollen in den Straßen die Rohlinge der vergangenen Jahre erneut benutzt und anstatt mit Getreide mit Wimpeln geschmückt werden. Lauer: „Neu gewickelt wird nur der Schmuck für den Marktplatz und den Festplatz. Die Reste werden dabei nicht weggeworfen, sondern an die Straßengemeinschaften und den benachbarten Hühnerhof verteilt.“

So lange wie gewohnt wird der Schmuck auf dem Marktplatz zudem nicht verbleiben können. Denn durch die Sanierung der Mühlenbrücke müsse schon am Freitag nach dem Fest abgeschmückt werden. Ansonsten wäre ein Transport in die Lager nicht mehr möglich.

Lauer und Ausschuss-Pressesprecherin Franziska Wehr kündigen eine weitere Programmänderung neben dem letzten Triolett, der bereits am Montagnachmittag auf dem Marktplatz erfolgt, an: Der Seniorennachmittag findet nicht statt, da die beteiligten Seniorenheime signalisiert hätten, ihre Bewohner aufgrund der Entwicklung der Corona-Zahlen nicht in das Festzelt bringen zu wollen. „Dafür haben wir vollstes Verständnis“, erklärt Lauer.

Außerdem wird die Erntefestplakette nun noch zwei Euro teurer als ursprünglich geplant. So kostet eine Plakette, die den Eintritt für vier Abende mit Live-Musik im Festzelt garantiert, zwölf Euro. An der Abendkasse wird der Eintritt pro Abend für jene ohne Plakette jeweils zehn Euro betragen. Damit stelle man sicher, so Lauer, dass das Fest auch weiterhin auf finanziell stabilen Beinen steht. Der neue Preis könne so aber über die nächsten Jahre stabil bleiben. (sff)

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