Neue Wasserspielanlage kostete 5000 Euro

Wasserspiele für Kinder am Diebesturm

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Nicht zu bremsen: Noch vor der Einweihung eroberten die Jungen und Mädchen des Soodener Kindergartens Werrawichtel die Wasserspielanlage am Diebesturm in Allendorf.

Bad Sooden-Allendorf. Irgendwie muss es sich rumgesprochen haben. Noch bevor Bad Sooden-Allendorfs Bürgermeister Frank Hix trotz Urlaubs das Terrain betrat, um die offizielle Einweihung vorzunehmen, hatte der von Sooden kommende Stadtbus nur wenige Meter weiter eine ganze Kinderschar „ausgespuckt", die in Windeseile den Spielplatz in Allendorf mit großem Hallo in Beschlag nahm.

Was dort so große Begeisterung auslöste, ist eine neue und im gesamten Stadtgebiet einzigartige Wasserspielanlage, die es den Jungen und Mädchen erlaubt, nach Herzenslust mit dem nassen Element umzugehen, ohne gleich strafende Blicke oder Ärgeres befürchten zu müssen.

Wasserspiele am Diebesturm – die hätte es schon viel früher geben sollen. Doch weil dafür eine Leitung im Boden verlegt werden musste und die nötigen Baggerarbeiten Munition aus dem Zweiten Weltkrieg ans Tageslicht beförderten, war erst mal Schluss. Und das für eine ganze Weile. Denn es wurden noch mehr Kriegsrelikte gefunden, die sogar Sprengstoffexperten auf den Plan riefen.

Inzwischen ist das Gelände längst sauber, so dass die Stadt ihr Versprechen einlösen konnte, den zentralen und meistfrequentierten Spielplatz in Allendorf aufzuwerten, nachdem schon vor längerer Zeit die Kinderspielplätze am Klausberg, in der Rothesteinstraße und in der Eichwegsiedlung abgeräumt und geschlossen worden waren.

Aus Kostengründen ereilte das gleiche Schicksal auch den Spielplatz am Kunsthaus in Sooden. Allerdings: Die genannten Spielplätze wurden vergleichsweise selten besucht. Pflege- und Instandsetzungsaufwand standen deshalb nicht mehr in einem vernünftigen Verhältnis zum Interesse der immer weniger werdenden Kinder.

Für die Wasserspielanlage am Diebesturm hatte sich die Lokale Agenda in Absprache mit den vier Kindergärten in der Stadt und der Grundschule eingesetzt. Das neue witterungsfeste Spielgerät aus Kunststoff besteht aus einer Pumpe, welche die Kinder mit einem Schwengel in Gang setzen können. Das so gewonnene Wasser läuft von einem kleineren über in ein größeres Becken. Zieht man dort den Stopfen, treibt ein kleiner Wasserfall eine Art Mühlrad in Miniaturformat an.

Natürlich haben die pfiffigen Kinder die simple Technik schnell durchschaut und buddelten in den Sand lange Kanäle, bevor das Wasser im Schotter darunter versickern konnte.

Knapp 11 000 Euro hat sich die Stadt die Aufrüstung des für große und kleine Kinder zweigeteilten Spielplatzes kosten lassen. Allein mit 5000 Euro schlägt die Wasserspielanlage zu Buche. Wegen Altersschwäche weichen mussten eine Tischtennisplatte und ein kleines Karussell.

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