Bad Sooden-Allendorf

Vor dem Konzert am Freitag: Phil Bates und Band im Interview

Stehen bald live auf der Bühne: Die Band Electric Light Orchestra Part 2 mit Frontmann Phil Bates spielt am Freitag ab 20 Uhr auf der Bühne des Werratal Kultur- und Kongresszentrums in Bad Sooden-Allendorf. Foto: privat

Phil Bates und Band präsentieren am Freitag in Bad Sooden-Allendorf alte Songs des Electric Light Orchestras. Wir sprachen mit Phil Bates über ELO-Musik und über rechtliche Streitereien um Musikrechte.

Das Electric Light Orchestra (ELO) war eine der erfolgreichsten britischen Bands der Musikgeschichte. Nach ihrer Auflösung Mitte der 1980er Jahre, gründete sich die Nachfolgeband ELO Part 2. Seitdem kümmert sich Frontmann Phil Bates um das musikalische Erbe. Am Freitag bringen er und seine Musiker ab 20 Uhr die alten ELO-Hits zum Auftakt des Brunnenfestes auf die Bühne des Werratal Kultur- und Kongresszentrums in Bad Sooden-Allendorf.

Herr Bates, Sie haben nie in der Original-Band gespielt, waren aber als Sänger und Gitarrist von ELO Part 2 Nachfolger von Jeff Lynne, dem Kopf von ELO. Warum fühlen Sie sich für das musikalische Erbe der Band verantwortlich?

Phil Bates: Richtig. Ich bin ein Mitglied der ELO-Nachfolgeband Part 2. Doch diese Band war es, die sich darum kümmerte, die Botschaft der ELO-Musik zu den Fans zu bringen - und das zu einer Zeit, als das Jeff Lynne offensichtlich egal war. Ich und alle anderen Mitglieder von Part 2 haben gesehen, wie viel diese Musik den Fans bedeutet, und wir fühlten uns dafür verantwortlich. Das ist großartige Musik und sie wird gespielt von Menschen, die sie lieben.

Auf welche ELO-Songs dürfen sich die Konzertbesucher in Bad Sooden-Allendorf freuen?

Bates: Auf so viele wie möglich! Das schließt Songs wie „Don’t bring me down“, „Livin’ thing“, „Confusion“, „Mr. Blue Sky“ und viele andere ein.

Nach der Trennung von ELO wurde später die Nachfolgeband ELO Part 2 gegründet - ohne Sänger Jeff Lynne. Warum ist er nicht mehr dabei?

Bates: Jeff Lynne hat entschieden, dass er keine ELO-Musik mehr spielen möchte. Und er wollte auch verhindern, dass seine alten Bandkollegen weiter die ELO-Musik spielen.

Ist es wahr, dass es darum sogar einen Rechtsstreit gegeben hat?

Bates: Ja, es hat deswegen sogar zahlreiche rechtliche Auseinandersetzungen zwischen Lynne und seinen Ex-Band-Mitgliedern gegeben. Doch ich war nie Teil dieser Streitigkeiten. Ich sage das aus aktuellem Anlass. Denn Herr Lynne hat in der Presse behauptet, auch wir zwei hätten eine rechtliche Auseinandersetzung. Aber das ist absolut unwahr.

Aber spielen dürfen Sie die ELO-Musik?

Bates: Ja, das ist völlig legal. Wenn jemand die Situation missversteht und denkt, wir würden als original ELO-Band auftreten, ist das weder beabsichtigt noch provoziert. Es ist einfach mein Gefühl, dass diese Musik live gespielt werden sollte. Das transportiert andere Gefühle als eine Studioaufnahme. Also: So lange Menschen diese Musik hören wollen, so lange werde ich weiterspielen. Aber ich würde mich extrem für die ELO-Fans auf aller Welt freuen, wenn Jeff Lynne das Studio verlassen und auf die Bühne zurückkehren würde.

Wie sieht das ELO-Publikum heute eigentlich aus? Kommen hauptsächlich ältere Fans oder sind auch Jüngere dabei? Haben die Älteren ihre Kinder und Enkel mit der Musik angesteckt?

Bates: Genau so ist es! Unser Publikum hat eine große Altersspanne. Eltern, die diese Musik schon vor 40 Jahren liebten, kommen mit ihren Kindern und Enkeln. So ist es es bei all unseren Auftritten in der ganzen Welt. Es ist großartig, wie die ELO-Musik Generationen verbindet.

Haben Sie vor Ihrer Tour jemals etwas von der Stadt Bad Sooden-Allendorf gehört?

Bates: Ich habe schon einmal von der Stadt Bad Sooden-Allendorf gehört, bin aber nie zuvor dort gewesen. Ich freue mich darauf, dort zu spielen.

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