1. Startseite
  2. Lokales
  3. Witzenhausen
  4. Bad Sooden-Allendorf

Ehemaliges Sportinternat von Bad Sooden-Allendorf ist verkauft

Erstellt:

Von: Stefan Forbert

Kommentare

Die Schlüssel sind übergeben an die Werraland-Lebenswelten mit (von links) Verwaltungsleitung Stephanie Dahlmann, Technischem Leiter Volker Stöhr, Geschäftsbereichsleiter Wohnen Martin Hofmockel und Vorstand Georg Forchmann.
Die Schlüssel sind übergeben an die Werraland-Lebenswelten mit (von links) Verwaltungsleitung Stephanie Dahlmann, Technischem Leiter Volker Stöhr, Geschäftsbereichsleiter Wohnen Martin Hofmockel und Vorstand Georg Forchmann. © Lars Winter

Das ehemalige Sportinternat von Bad Sooden-Allendorf befindet sich jetzt im Eigentum des Sozialunternehmens Werraland-Lebenswelten in Eschwege. Dieser Tage übergab eine Mitarbeiterin der Stadt die Schlüssel an die neue „Hausherrin“, berichtete Unternehmenssprecher Lars Winter.

Bad Sooden-Allendorf – Nun sei eine umfangreiche Sanierung des vor mehr als 50 Jahren errichteten Gebäudes geplant. Damit könne man jetzt „endlich loslegen“, sagte Werraland-Vorstand Georg Forchmann der Pressemitteilung zufolge.

Die Verhandlungen zwischen Stadt und Lebenswelten hätten sich hinzogen. Die 2020 vorgestellten einstigen Planungen sahen vor, dass die Stadt Eigentümer bleibt und die Werraland-Lebenswelten das Gebäude als inklusives Wohn- und Sportangebot betreibt. Seitens der Stadt habe man sich irgendwann anders entschieden und „wir standen vor der Frage: kaufen oder ganz aussteigen“, so Forchmann. Für die zweite Alternative seien die Planungen für das ehemalige Sportinternat aber schon zu weit vorangeschritten gewesen.

Unter der Prämisse, dass die Stadt keinerlei finanzielle Beteiligung leisten sollte, sei der ursprüngliche Plan aus finanztechnischen und rechtlichen Gründen nicht umsetzbar gewesen, erklärte Bürgermeister Frank Hix (CDU) auf Anfrage, warum das Gebäude dann doch verkauft wurde.

Für den Plan, mit dem Gebäude ein inklusives Wohnen von Menschen mit und ohne Behinderung, Auszubildenden, Studenten und Schülern ab 16 Jahren für die Oberstufe der Rhenanusschule mit Sportschwerpunkt zu verwirklichen, gibt es laut Hix seit Ende 2020 einen Fördermittelbescheid über knapp zwei Millionen Euro, wobei die Stadt rund 200 000 Eigenanteil leisten muss. Mit 198 000 Euro habe man das Internat nun „deutlich unter dem Marktwert“ veräußert.

Die Dauer des Verfahrens erklärte Hix damit, dass die fast zwei Millionen Euro Förderung an Werraland übertragen werden sollen und dazu bestimmte Voraussetzungen vorliegen müssen. Das müsse alles „ordentlich vorbereitet sein“, auch um eine Rückzahlungsgefahr für die Stadt ausschließen zu können. Im September unterschrieb der Werraland-Vorstand den Kaufvertrag. „Jetzt können wir das Gebäude nach unseren Vorstellungen sanieren und umbauen“, sagte dazu Martin Hofmockel, Geschäftsbereichsleiter Wohnen, laut Pressemitteilung.

Die Gesamthöhe der Fördergelder stehe noch nicht genau fest. Fix seien bisher rund 1,5 Millionen Euro aus dem Investitionspaket des Landes zur Förderung von Sportstätten. „Bei den momentanen Baukosten mit steigender Tendenz wird diese Summe nicht ausreichen“, rechnet Forchmann zweieinhalb bis drei Millionen Euro. Wenn alles nach Plan läuft, könnte in zwei Jahren eröffnet werden.  (sff)

Auch interessant

Kommentare