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Bad Sooden-Allendorfer Parlament erlaubt Stadtwerken Flächennutzung auf dem Roßkopf

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Von: Christoph Cortis

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Am Roßkopf umstritten: So könnte es aussehen, sobald das erste Windrad steht, wie hier Stadtwerke-Chef Wolfgang Grunewald zeigt, der das Vorhaben gegenüber der HNA bereits erläutert hat.
Am Roßkopf umstritten: So könnte es aussehen, sobald das erste Windrad steht, wie hier Stadtwerke-Chef Wolfgang Grunewald zeigt, der das Vorhaben gegenüber der HNA bereits erläutert hat. © Chris Cortis

Zwei Windkraftanlagen sollen im Stadtwald von Bad Sooden-Allendorf entstehen.

Bad Sooden-Allendorf – „Jetzt soll’s konkret werden“, sagte Bürgermeister Frank Hix und meinte damit die mögliche Errichtung von zwei Windkraftanlagen (WKA) auf dem Roßkopf im Stadtwald von Bad Sooden-Allendorf. Das Vorhaben der Stadtwerke-Union Nordhessen (SUN), zur Stromerzeugung dort zwei bis zu 250 Meter hohe Windräder zu errichten, bleibt umstritten, wie in der jüngsten Sitzung des Badestädter Parlaments deutlich wurde.

Den Abschluss eines Vertrages zwischen Stadt und SUN, um die Flächen nutzen und mit der Projektierung beginnen zu können, billigten zehn Stadtverordnete bei drei Gegenstimmen und fünf Enthaltungen. Neun Abgeordnete waren der Sitzung fern geblieben.

Bei einer Realisierung des Projektes erhofft sich die Stadt jährliche Mehreinnahmen in Höhe von 200 000 Euro. Die Summe setzt sich zusammen aus dem Pachterlös, der Kommunalabgabe nach dem Erneuerbare-Energie-Gesetz und der Gewerbesteuer.

Nach derzeitigen Schätzungen belaufen sich die Entwicklungskosten für die WKA auf insgesamt 1,15 Millionen Euro. 25 Prozent davon, also 287 500 Euro, wollen die Stadtwerke Bad Sooden-Allendorf finanzieren, weshalb das Parlament den Sperrvermerk für diese Investition aufhob und 300 000 Euro freigab – diesmal einstimmig. Freigegeben wurden auch weitere 60 000 Euro, weil sich die Stadtwerke mit fünf Prozent an der Investition für einen Photovoltaik-Park beteiligen möchte, den die SUN in Witzenhausen plant.

Vor den Abstimmungen im Parlament hatte Kammerbachs Ortsvorsteher Thomas Lieberum vergeblich darum gebeten, die Thematik zu vertagen, weil die beim Roßkopf umliegenden Dörfer nicht ausreichend informiert worden seien. Von der Verwaltung ging auf diesen Einwand aber niemand ein. Unterstützung erhielt Lieberum lediglich vom CDU-Stadtverordneten Tobias Klenke, der eindringlich mahnte, man müsse „die Bürger mitnehmen“ und wenn schon, dann das Projekt „auf eine breite Basis stellen“. Klenke selbst hatte sich schon im Dezember gegen WKA auf dem Roßkopf ausgesprochen. (zcc)

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