Die „Winterkirche“ im St.-Crucis-Gotteshaus ist fertig

+
Rechtzeitig vor dem Fest fertig: Vom Bibelgarten her laden (von links) Küster Eduard Ferderer, Jürgen Meyer, Fred Klingler, Pfarrer Hubertus Spill, Werner Voss, Architekt Aloys Werner, Pfarrer Thomas Schanze, Kirchenvorsteherin Patricia Ort, Heribert Friese und Gerhard Rademacher in die Winterkirche ein. Auf dem Bild fehlen die ehrenamtlichen Helfer Karl-Friedrich Braun, Walter Bremser und Günther Steinfeld.

Bad Sooden-Allendorf. Ohne die Spenden vieler Menschen und ohne den intensiven ehrenamtlichen Einsatz einiger Allendörfer wäre der 1958 vom einstigen Pfarrer Martin Dippel während der damaligen Umbauarbeiten in der St.-Crucis-Kirche erstmals geäußerte Traum von einer „Winterkirche“ immer noch nicht Realität.

Doch durch von der Landeskirche verdoppelte 150 000 Spenden-Euro und weitere Zuschüsse für Handwerkerleistungen und Material sowie schätzungsweise rund 2500 Arbeitsstunden in Eigenleistung der das Projekt begleitenden Bibelgarten-Mannschaft ist der bislang triste, dunkle und wenig genutzte hintere Bereich des Gotteshauses seit Mai in einen schmucken, hellen und für vielfältige Begegnungen dienenden Raum verwandelt worden. Am Wochenende wird das Projekt Winterkirche der Öffentlichkeit vorgestellt und eingeweiht.

„Wir wollten im Advent ankommen,“ strahlt Pfarrer Hubertus Spill über den rechtzeitigen Abschluss der Arbeiten. Und Werner Voss, der vom Bibelgarten-Team wohl einer der Allerfleißigsten war, verleiht der Begeisterung aller Ausdruck: „Ich hätte nicht gedacht, dass es so superschön wird.“ Die Erwartungen seien weit übertroffen worden.

Das mag daran liegen, dass nicht nur wie geplant ein vor 400 Jahren verschlossener Eingang auf der Südseite wieder aufgestemmt und die Abtrennung zum Kirchenschiff durch eine gläserne Schiebewand ersetzt wurde, sondern dass auch die Wand des Turmaufgangs vom Putz befreit sein Mauerwerk zeigt, die 13 Säulen in frischem Grau mit roten Ringen glänzen und das Fenster auf der Westseite mehr Licht in die frühere stille Ecke fallen lässt. In dieser Südwest-Ecke steht - gegenüber dem neuen Altar - nun eine kleine Orgel.

Eingebaut wurden auch eine Heizung, eine behindertengerechte Toilette und eine technisch optimal ausgestattete Küche, die vom Trauerkaffee bis zum Gitarrenkonzert eine passende Bewirtung ermöglicht. Für 80 Menschen ist ein Sitzplatz in der Winterkirche, mit Tischen für 50. Das Kulturforum plane schon, wie Pfarrer Hubertus Spill informierte, Lesungen und Konzerte in der Winterkirche, in der zur kalten Jahreszeit auch die Gottesdienste gehalten werden.

Aloys Werner, der sich zusammen mit dem Kirchenvorstand viele Gedanken über die sinnvollste Gestaltung bei Berücksichtigung des Denkmalschutzes und der Barrierefreiheit gemacht hatte, war jetzt auch zufrieden: „Wir haben endlich ein super Ergebnis.“ Auch er lobt die ehrenamtlichen Helfer: „Der große Anteil an Eigenleistungen war schon außergewöhnlich.“

Winterkirche im St.-Crucis-Gotteshaus

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.