New Yorker verlor Handy in Kroatien: Nordhessische Polizei schickt es zurück

Erfolgreiche Nachforschung: Dank der hartnäckigen Recherche erhielt ein New Yorker Geschäftsmann sein auf einer Urlaubsreise in Kroatien vergessenes Mobiltelefon wieder. Per E-Mail bedankte er sich dafür bei dem Polizeibeamten Thomas Junghans und dem Finder Gerfried Hopf. Foto: Forbert

Bad Sooden-Allendorf. Ein Mann aus New York verliert in Kroatien sein iPhone. Ein Mann aus Bad Sooden-Allendorf findet es und nimmt es mit. Wie das Gerät doch noch zu seinem Besitzer kam, lesen Sie hier.

Ein ungewöhnliches Weihnachtsgeschenk haben der Bad Sooden-Allendorfer Gerfried Hopf und der Badestädter Schutzmann vor Ort, Thomas Junghans, jüngst einem Geschäftsmann in New York gemacht. Dem Vorstandschef eines US-Unternehmens für Sicherheitssysteme wurde sein Smartphone zurückgegeben. Er hatte es in Kroatien auf einer öffentlichen Toilette liegen lassen. Wenig später entdeckte es dort Gerfried Hopf. Der machte auf einer Gruppen-Busreise ebenfalls Station an den bekannten Wasserfällen im Nationalpark Krka in Dalmatien.

Weil sich an der Toilette niemand meldete, der sein iPhone vermisste, nahm Hopf es an sich. Es sei, sagt er, das neueste und teuerste Gerät derzeit auf dem Markt. Und weil er davon ausging, dass das städtische Fundbüro sich nicht intensiv um die Suche nach dem Eigentümer kümmern könnte, bemühte Hopf nach der Rückkehr von der neuntägigen Reise erst einmal seinen Neffen, der auch schon auf der richtigen Fährte war.

Doch dann wurde dummerweise eine Identifikations-Nummer nicht ganz richtig abgeschrieben. So bat Hopf schließlich den heimischen Polizeioberkommissar Thomas Junghans vom Polizeiposten in Sooden, um Unterstützung. Der Nachforschungs-Experte hatte schließlich Erfolg: Zunächst stellte er den Abschreibfehler fest, dann bekam er über den Kundendienst des Handy-Herstellers heraus, dass das Gerät nicht in Europa registriert ist. Und schließlich kam Junghans aufgrund von Informationen auf der SIM-Karte, die auf einen US-Anbieter deuteten, und nach mehreren Telefonaten mit einer Klärungsstelle in Irland auf die richtige Spur.

Am Ende, inzwischen waren mehrere Wochen vergangen, teilte Handy-Hersteller Apple mit, den Eigentümer ausfindig gemacht zu haben. Und der meldete sich auch bald. Er habe sich tierisch gefreut, berichten Junghans und Hopf, zumal er neben etlichen wichtigen Daten auch über 200 Urlaubsfotos auf seinem Gerät gespeichert hatte.

Das iPhone war dann schnell über dem Teich. Ein Bote eines weltweit operierenden Kurier-Unternehmens holte es wenige Tage später ab. Im Gegenzug wurde, verrät Hopf, noch ein großzügiger Finderlohn an die Werra geschickt. Und sollte er noch mal nach Deutschland kommen, will sich der New Yorker bei den eifrigen Rechercheuren melden. Käme er dann sogar nach Bad Sooden-Allendorf, würden sich Gerfried Hopf und Thomas Junghans sehr freuen.

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