Verkehr wird überwacht

Mautflüchtlinge und Navi-Opfer: Hilgershausen will Schwerverkehr aus Dorf verbannen

Verkehrsüberwachung in Hilgershausen: Ziel ist eine Verbannung des Schwerlastverkehrs aus dem Bad Sooden-Allendorfer Stadtteil.
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Verkehrsüberwachung in Hilgershausen: Ziel ist eine Verbannung des Schwerlastverkehrs aus dem Bad Sooden-Allendorfer Stadtteil.

Um den Schwerverkehr aus dem Ort verbannen zu können, läuft in Hilgershausen derzeit eine mehrmonatige Verkehrsanalyse.

Hilgershausen – „Heute Morgen bin ich mit meinem Auto fast nicht rausgekommen“, klagt eine Anwohnerin. Ein Brummi nach dem anderen habe sich durchs Dorf gequält. Damit sich das im Bad Sooden-Allendorfer Stadtteil Hilgershausen möglichst bald ändert, wird der Verkehr auf der Zufahrtsstraße von Kammerbach aus ebenso wie in entgegengesetzter Richtung jetzt überwacht.

Knapp 300 Meter hinter dem Ortseingangsschild und ein kleines Stück weiter sind an Laternenpfählen Messanlagen montiert, die nicht nur die Geschwindigkeit der ein- und ausfahrenden Kraftfahrzeuge registrieren, sondern auch das Verkehrsaufkommen festhalten – gesplittet nach Autos, landwirtschaftlichen Fahrzeugen und Schwerlastverkehr.

Vier Wochen lang dauern diese Kontrollen. Auch auf der Zufahrtsstraße von Dudenrode hat es diese Messungen schon unter den gleichen Bedingungen gegeben. Als Nächstes soll dann einen Monat lang auch der Verkehr aus Richtung Rückersrode beobachtet werden, kündigte Ortsvorsteher Adolf Knierim in der jüngsten Ortsbeiratssitzung an. Eine Knöllchen-Gefahr bestehe allerdings nicht, betonte er.

Ziel des Unterfangens: Der Schwerlastverkehr soll raus aus dem Dorf und runter von den engen, kurvenreichen und steilen Straßen. Dazu soll zunächst die aktuelle Verkehrssituation erhoben werden. Seit Längerem häuft sich in Hilgershausen die Zahl der Brummis, deren Fahrer auf dem Weg nach und von Witzenhausen die mautpflichtige Bundesstraße 27 umgehen wollten, oder – von Westen kommend – durch ihre Navigationsgeräte in diesen Stadtteil dirigiert würden, wie Knierim schon beobachtet hat.

Gute Querungsmöglichkeiten werden aufgemalt

Ebenfalls im Sinne der Verkehrssicherheit, so der Ortsvorsteher, sollen in Kürze mit gelber Farbe Fußabdrücke an jenen Stellen aufgemalt werden, an denen man am günstigsten die innerörtlichen Straßen überqueren kann. Dazu fand am Wochenende eine Ortsbegehung statt, wozu die Einwohner und speziell die Eltern kleiner Kinder eingeladen waren.

Der Ortsbeirat verständigte sich auch darauf, Feldwegeränder und Gräben zu mulchen, um der Gefahr von Hochwasser entgegenzuwirken. Bereits vor der Sitzung hatten sich rund 20 freiwillige Helfer von Feuerwehr, Heimatverein und Ortsbeirat zusammengetan, um am DGH Beete zu pflegen sowie Pflastersteine und Regenablaufrinnen zu säubern. (Chris Cortis)

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