Zu Fuß zur Kantorenstelle

Historisch gekleidete Stadtführer spenden St.-Crucis-Kirche in Bad Sooden-Allendorf 2000 Euro

Sozial engagiert: Allendorfs Stadtführer mit (vorn, von links) Uwe Friederich (im Gewand des Fischers), Salzträgerin Rita Brenner, Sälzerin Ursula Rademacher, Pfarrer Hubertus Spill, Margit Storch (17 600. Besucherin) und Salzträger Walter Bremser, dahinter Kirchenvorsteherin Susanne Frühauf (von links), Stadtschreiber Werner Voß, Türmer Uwe Kanngießer, Nachtwächter Heribert Friese und Salzbeamter Gerhard Rademacher.
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Sozial engagiert: Allendorfs Stadtführer mit (vorn, von links) Uwe Friederich (im Gewand des Fischers), Salzträgerin Rita Brenner, Sälzerin Ursula Rademacher, Pfarrer Hubertus Spill, Margit Storch (17 600. Besucherin) und Salzträger Walter Bremser, dahinter Kirchenvorsteherin Susanne Frühauf (von links), Stadtschreiber Werner Voß, Türmer Uwe Kanngießer, Nachtwächter Heribert Friese und Salzbeamter Gerhard Rademacher.

Die Stadtführer von Bad Sooden-Allendorf spenden 2000 Euro für die neue Kantorenstelle.

Bad Sooden-Allendorf – Buchstäblich zu Fuß haben Bad Sooden-Allendorfs ehrenamtliche Stadtführer ihren Teil dazu beigetragen, dass die Stelle eines Kantors „für eine singende und klingende St.-Crucis-Kirche“ eingerichtet werden kann. Zu diesem Zweck übergaben sie am Dienstagabend nach einer historischen Stadtführung unter dem Motto „Allendorf bei Nacht“ eine Spende von 2000 Euro an Pfarrer Hubertus Spill.

Weil die Landeskirche es abgelehnt hatte, aus ihren Mitteln einen Kantor zu bezahlen, muss die ersehnte Stelle komplett von der evangelischen Kirchengemeinde finanziert werden. Zu diesem Zweck ist die Kirchengemeinde dringend auf finanzielle Unterstützung angewiesen, um ihr vielfältiges musikalisches Angebot aufrechtzuerhalten.

An der Stadtführung am Dienstag beteiligten sich knapp 30 Menschen, darunter auch eine 16-köpfige Gruppe, die aus dem mehr als 100 Kilometer entfernten Schmalkalden (Thüringen) angereist war, um vier Wandertage in der Region zu verbringen.

Bei einem Rundgang durch die pittoreske Altstadt machten die Besucher Halt unter anderem am Diebesturm, an der Stadtmauer, dem Brunnen vor dem Tore oder am Fischerstad und erhielten fachkundige Erläuterungen zu den Sehenswürdigkeiten.

Sportlich ambitionierte Teilnehmer ließen es sich am Ende nicht nehmen, den 65 Meter hohen Turm der St.-Crucis-Kirche zu erklimmen.

Zuvor waren alle auf dem Kirchplatz mit einem musikalischen Gruß empfangen worden und hatten von Pfarrer Spill den Segen empfangen.

Zum Schluss gab es einen Schmaus im Ratskeller. Die Kosten dafür sind in dem Teilnehmerbeitrag von 15 Euro enthalten.

Mit einer Unterbrechung von anderthalb Jahren wegen der Corona-Pandemie laden die Stadtführer in historischen Kostümen an jedem zweiten Dienstag im Monat dazu ein, Bad Sooden-Allendorf bei Nacht zu erleben. Das ist seit 17 Jahren so. In dieser Zeit wurden insgesamt 17  600 Gäste gezählt und ein Erlös in Höhe eines mittleren fünfstelligen Betrags erzielt. Dieser kommt gemeinnützigen Zwecken zugute.

Für dieses soziale Engagement waren die Stadtführer vor sechs Jahren mit dem Bürgerpreis der Stadt Bad Sooden-Allendorf ausgezeichnet worden. (zcc)

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