Pachtvertrag mit Kurpark-Hotel GmbH endet zum Jahreswechsel

Zukunft des Kulturzentrums ist ungewiss

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Praktische Nähe: Durch die Säulen des Kulturzentrums ist der ebenfalls vor zehn Jahren geschaffene Anbau an das Hotel Ekkos zu erkennen. Der Betrieb liegt bislang in einer Hand. 

Bad Sooden-Allendorf. Die Badestadt wartet auf ein Konzept der Kurpark-Hotel GmbH für einen Folge-Pachtvertrag für die Veranstaltungshalle.

Wer betreibt ab dem nächsten Jahr das der Badestadt gehörende Kultur- und Kongresszentrum in Sooden? Noch immer deutet sich keine Antwort auf die Frage ab, die schon vor einem Dreivierteljahr aufgeworfen wurde.

Wenn nicht bald Weichen gestellt werden, kommen die Stadtverordneten aber wohl in Zeitnot. Denn zum Ende dieses Jahres wurde der Pachtvertrag für die Veranstaltungshalle mit der Kurpark-Hotel GmbH, die das „Ekkos Kultur- und Tagungshotel“ betreibt, gekündigt. Wer sich ab dem 1. Januar 2017 um das Kulturzentrum - und zugleich das Alte Kurhaus mit dem Wappensaal - kümmert, ist noch völlig offen.

Die Kündigung des Pachtvertrags wird als normaler Vorgang betrachtet, rechtzeitig vor Ende eines Pachtzeitraums über zehn Jahre sei das auch nicht unüblich, wie Bürgermeister Frank Hix (CDU) sagt. Ziel sei dabei ja nicht, dass die Kurpark-Hotel GmbH „raus muss“. Doch die Stadt wolle die Gelegenheit nutzen, über die Konditionen neu zu verhandeln. Vor zehn Jahren war ein Betriebszuschuss von jährlich 100 000 Euro an die GmbH vereinbart worden. Nun haben die Stadtverordneten - wie im Konzept zur Konsolidierung des Haushalts auch festgelegt - die Vorgabe gemacht, dass künftig nur noch die Hälfte, also 50 000 Euro, für die Eigennutzung der Halle gezahlt werden soll.

„Wie sehen die Planungen der Stadt bis zum Vertragsabschluss aus?“, wollte die Grünen-Fraktion Ende Juni im Stadtparlament den Stand der Dinge abfragen. Im Magistrat werde noch beraten, vertröstete der Bürgermeister. Immerhin: Es gebe einen Interessenten für einen neuen Vertrag - den bisherigen Betreiber. Ob Kulturzentrum und Altes Kurhaus weiterhin im Paket verpachtet werden sollen, hänge vom Konzept ab, das die Kurpark-Hotel GmbH vorzulegen aufgefordert wurde.

Dieses Konzept liegt aber immer noch nicht vor. „Anfang September“, sagte GmbH-Geschäftsführer Ekkehard Eymer (Lübeck) kürzlich auf Anfrage. „Wenn die Stadt glaubt, sie kriegt es allein hin, soll sie es sagen“, erklärte er vor drei Wochen noch. Kurz danach, nach einem dritten Gespräch mit Hix zu dem Thema, gab er sich entgegenkommend. Er wolle in seinem Haus prüfen lassen, ob der Betrieb der Halle mit den neuen Zahlen auch machbar sei, und dann ein entsprechendes Konzept erarbeiten lassen. Er wolle weiter mit der Stadt zusammenarbeiten, versicherte Eymer. Und er gehe davon aus, „dass wir uns einigen werden“.

Und wenn nicht? Sollte das Konzept nicht überzeugen, sagte Rathaus-Chef Hix, dann müsste per Ausschreibung ein neuer Pächter gesucht werden. Finde sich kein passender Bewerber, müsse überlegt werden, die Halle über das Gebäudemanagement der Stadt selbst zu betreiben. Hix: „Plan B und Plan C werden schon vorbereitet.“

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