Insgesamt wird es 82 Veranstaltungen geben

Zweite Hörspielsaison an St.-Crucis-Kirche gestartet

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Strahlende Gesichter beim Auftakt der Hörspielsaison: Die Posaunisten Felix King (von links), Felix Masche, Jonas Wilke und Pfarrer Hubertus Spill prosten sich zu.

Bad Sooden-Allendorf. Die Hörspielkirche ist am Wochenende mit einer gelungenen Premiere in die nächste Saison gestartet. Von Mittwoch bis Sonntag gibt es nun täglich Veranstaltungen.

Die äußeren Bedingungen hätten besser nicht sein können: Sonnenschein ohne Ende, ein laues Lüftchen, in weißes Tuch gekleidete Tische und Bänke auf dem satten Grün des Kirchplatzes, Blumen und Kerzen als Tischdekoration und nur wenige Schritte weiter knallende Sektkorken. Sogar eine Bowle aus exotischen Früchten hatte das Team des Kirch- und Bibelgartens im Angebot. Kein Wunder, dass man am frühen Samstagabend nur fröhliche Gesichter sah bei der Eröffnung der zweiten Hörspielsaison an St. Crucis.

Es fehlte nicht viel an hundert Besuchern, die diesen Auftakt nach Maß miterleben wollten, was natürlich auch an einem spritzig-witzigen Live-Programm lag, das sich – dann aber per CD – üblicherweise in der Taufkapelle oder bei größerem Publikumsandrang im Wintergarten abspielt. Dabei schlüpfen Helferinnen und Helfer aller Generationen in die Rolle von „Gastgebern“, begrüßen die Besucher persönlich, kümmern sich um Technik und alles Drum und Dran. Zum zweiten Mal gern in die Pflicht nehmen lassen haben sich auch Rhenanus-Schüler.

Posaunenensemble 

Den musikalischen Part der Eröffnungsveranstaltung bestritt das dreiköpfige Posaunenensemble „King & friends“ aus Kassel, das seinen Bass-Instrumenten Melodien aus fünf Jahrhunderten entlockte. Humorvolles, Freches, Hintergründiges, Tiefschürfendes und – Kirche hin, Kirche her – nicht unbedingt Jugendfreies gaben Heike Putschkow, Nicole Reimuth und Karl Schramm zum Besten. „Von der Wiege bis zur Bahre“ hatten die Ensemblemitglieder des Theaters im Familienzentrum die überwiegend heiteren Verse von Ringelnatz, Tucholsky, Wilhelm Busch oder Hermann Hesse überschrieben, die ein ganzes Menschenleben aus nicht alltäglicher Sichtweise be- und durchleuchteten. Spöttische Kostprobe: Der vermeintlich Unentbehrliche ist sogar bei der eigenen Beerdigung dabei.

Ein weiterer Höhepunkt war am Abend eine Lesung der eigens dazu aus Berlin angereisten Schauspielerin und Autorin Kornelia Boje. Die aus „Tatort“ und anderen TV-Serien bekannte Künstlerin las unter anderem aus dem Grimm-Märchen „Frau Holle“.

Pfarrer Hubertus Spill als der Kopf des Organisationsteams zeigte sich in seiner kurzen Begrüßungsansprache „überwältigt vom vielfältigen Mitmachen“ und kündigte – jeweils von mittwochs bis sonntags – Klangerlebnisse für alle Generationen an.

Insgesamt 82 Veranstaltungen wird es geben, wobei die Crucis-Kirche eine von bundesweit nur drei Hörspielkirchen ist.

Projektgruppe 

Aus dem Keim der „HöKi“, sagte Erika Heinitz im Namen der Projektgruppe (auch Brigitte Brandt, Sigi Gundlach und Jörg Tiedemann) sei schon eine Pflanze mit immer neuen Blüten, sprich aktiven Unterstützern, geworden. Und man sei froh über jede neu aufgehende Knospe.

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