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Badestadt gibt bei Radwegen Gas

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Nur das Podest soll bleiben: Ellershausens Ortsvorsteher Lars Stöber deutet auf die Böschung, auf der für Radfahrer eine Rampe entstehen soll, deren Form noch offen ist.
Nur das Podest soll bleiben: Ellershausens Ortsvorsteher Lars Stöber deutet auf die Böschung, auf der für Radfahrer eine Rampe entstehen soll, deren Form noch offen ist. © Chris Cortis

Beim Radwegebau in und um Bad Sooden-Allendorf gibt die Stadt jetzt Gas. Maßnahmen mit einem Gesamtvolumen von 365 000 Euro sind im Haushalt für das laufende Jahr eingestellt. Dabei erhofft sich die Stadt Zuschüsse in Höhe von 267 000 Euro.

Bad Sooden-Allendorf – Oberste Priorität hat beim Stadtteil Ellershausen der Umbau der Unterführung des Radweges unter der stark frequentierten Bundesstraße 27.

In Form von Treppen diesseits und jenseits der Fahrbahn gibt es diese Unterführung zwar schon seit mehr als 25 Jahren. In Zeiten aber, da Radler zunehmend auf E-Bikes umsteigen, kommt es einem gewaltigen Kraftakt gleich oder ist fast unmöglich, diese schweren Zweiräder treppauf und treppab zu schleppen.

Um dieser Schikane zu entgehen, ist häufig zu beobachten, dass Radfahrer lieber auf die B 27 ausweichen und sich einer erhöhten Gefährdung durch Auto- und Schwerlastverkehr aussetzen.

Ellershausens neuer Ortsvorsteher Lars Stöber erinnert sich, schon vor zehn Jahren den Umbau der Unterführung dergestalt beantragt zu haben, dass die Treppen beseitigt und durch befahrbare Rampen mit zumutbarer Steigung bzw. Gefälle ersetzt werden.

Anlass für den Antrag war damals, die Radtour vor allem Familien zu erleichtern, die ihre Kinder gern in einem Anhänger mitnehmen. Seinerzeit sei er jedoch abschlägig beschieden worden mit dem Hinweis, die B 27 in diesem Bereich solle „komplett umgestaltet“ werden. Auch Stöbers Amtsvorgänger Armin Trube hatte sich vergeblich für die Rampenlösung eingesetzt, ehe jetzt buchstäblich Licht am Ende des Tunnels zu sehen ist.

Der Chef des städtischen Bauamtes, Helmut Franke, machte auf Anfrage deutlich, dass die Neugestaltung der Unterführung wie für den Ortsbeirat auch für die Stadt „absoluten Vorrang“ habe unter allen Radweg-Projekten. Dazu gehört auch die Asphaltierung eines rund 600 Meter langen Teilstücks des Radweges von Oberrieden nach Ellershausen.

Ab der Werrabrücke in Lindewerra war dieses Teilstück nur geschottert worden zum Schutz von Kröten und Schnecken, die Schaden nehmen könnten, wenn sich der Asphalt durch Sonneneinstrahlung stark erhitzt. Möglicherweise, so Franke, greife man bei der jetzt angestrebten Befestigung auch auf Beton zurück, der sich nicht so stark aufheize.

Als dritte Maßnahme ist in der Kernstadt die Asphaltierung des unter 200 Meter langen Teilstücks des Radweges geplant, der von der soeben erneuerten Brücke am Mühlrasen bis in den Kann führt. Alle drei Maßnahmen, betonte Franke, könnten erst in Angriff genommen werden, wenn die Förderungsanträge bewilligt werden und die Genehmigung des Haushalts vorliege, mit der Bürgermeister Frank Hix im September rechnet. (Chris Cortis)

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